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Social Rocket

Facebook: Nutzer können ihren Reels-Algorithmus per Text steuern

Meta führt Freitexteingaben für Facebook Feed und Reels ein. Was Your Algorithm tatsächlich steuert und warum die organische Reichweite nicht berechenbarer wird.

Von Social Rocket Redaktion

Dieser Text wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Quellen sind unten verlinkt.

Blaues Facebook-Produktmotiv zur Funktion Your Algorithm
Meta

Facebook führt eine direkte Steuerung seiner Empfehlungen per Freitext ein. Nutzer können unter „Your Algorithm“ Themen für ihren Feed und Reels hinzufügen oder ausschließen. Meta kündigte am 13. Oktober 2026 an, dass die Empfehlungen auf solche Angaben innerhalb derselben Sitzung reagieren sollen.

Von beobachteten Signalen zu ausdrücklich genannten Interessen

Bisher leitet Facebook Vorlieben vor allem aus angesehenen Videos, Kommentaren und Interaktionen ab. Mit dem neuen Your-Algorithm-Menü kommt eine zweite Art von Information hinzu: Nutzer können selbst beschreiben, welche Inhalte sie häufiger oder seltener sehen möchten. Aufgerufen wird die Funktion über das Drei-Punkte-Menü eines Beitrags.

Auch das bisherige Feedback „Interessiert“ oder „Nicht interessiert“ wird erweitert. Facebook kann eine Nachfrage stellen, was genau am Inhalt gefällt oder stört. Sprachmodelle sollen diese frei formulierten Antworten interpretieren und die Empfehlungen entsprechend verändern.

Der Nutzer schreibt damit nicht selbst den kompletten Ranking-Code. Meta kombiniert die neuen Textangaben ausdrücklich mit den bereits vorhandenen Nutzungssignalen. Welche Gewichtung ein einzelner Wunsch erhält, veröffentlicht das Unternehmen nicht.

Was Marken und Publisher daraus ableiten können

Für Social-Media-Teams verändert sich vor allem die Möglichkeit, dass Nutzer ihre Interessen direkter und genauer ausdrücken. Ein klar profiliertes Themenformat kann besser zu solchen Präferenzen passen als eine lose Sammlung austauschbarer Posts. Daraus folgt jedoch keine belegte Garantie auf mehr Reichweite. Meta hat zum Start keine Messwerte dazu veröffentlicht, wie sich die Funktion auf die Sichtbarkeit von Unternehmensbeiträgen auswirkt.

Wichtig ist zudem der Unterschied zwischen organischen Empfehlungen und bezahlten Kampagnen. Your Algorithm wird für Feed und Reels beschrieben, nicht als neuer Schalter für Anzeigenkampagnen. Die Mechanik von Facebook Ads und Advantage+ Targeting bleibt ein gesondertes Thema.

Die Neuerung fügt sich in Metas Umbau der Videooberflächen ein. Parallel läuft der Test einer Reels-zentrierten Startseite. Bereits bei Instagram wurden zusätzliche Reels- und Algorithmus-Kontrollen angekündigt. Solche Änderungen sollten bei der Contentplanung getrennt beobachtet werden: Das eine betrifft die Platzierung von Videos, das andere die ausdrücklich genannten Interessen der Zuschauer.

Kein vollständig offengelegter Algorithmus

In seiner offiziellen Ankündigung erläutert Meta die Freitexteingabe, die neuen Rückfragen und eine schnelle Anpassung des Rankings. Eine vollständige Einsicht in die Rankingfaktoren oder einen individuellen Leistungsbericht für Creator verspricht das Unternehmen nicht. Die wichtigste Neuerung ist deshalb mehr Einfluss auf die Empfehlungen, nicht eine transparente Erklärung jedes Reichweitensprungs.