Instagram und seine Messaging-App Threads implementieren Änderungen, um politische Inhalte nicht mehr allen Nutzern zu empfehlen. Die Empfehlungssysteme von Explore, Reels und Suggested Users vermeiden aktiv politische Inhalte, aber Nutzer können sich freiwillig für politische Empfehlungen entscheiden. Diese Initiative soll die Apps zu einem angenehmeren Erlebnis machen und hat bereits auf Facebook und Instagram zu einer erhöhten Nutzerbeteiligung geführt. Die Reduzierung von politischen Inhalten begann nach den Capitol Riots, Meta möchte politische und Nachrichteninhalte in den Feeds verringern. Jedoch könnte dieser Ansatz für Threads, das als Plattform für Echtzeitdiskussionen gesehen wird und politische Diskussionen enthalten sollte, weniger gut funktionieren. Es bleibt unklar, was als politischer oder beleidigender Inhalt gilt und wie das Veröffentlichen politischer Themen die Follower-Empfehlungen beeinflussen könnte. Marken und Influencer könnten von diesen Änderungen in Bezug auf Reichweite und dem Aufbau neuer Zielgruppen betroffen sein. Während die Nutzer politischen Inhalten zustimmen können, dürfte die Mehrheit dies vermutlich nicht tun, was Meta ermöglicht, KI-Inhalteempfehlungen zu priorisieren. Insgesamt stellen diese Änderungen die Lebensfähigkeit von Threads als Alternative zu Twitter in Frage. Instagram-Chef Adam Mosseri hatte zuvor erklärt, dass Threads sich nicht auf Nachrichten oder Politik konzentrieren, sondern auf Themen wie Sport, Musik, Mode, Schönheit und Unterhaltung.

Einführung

Instagram und seine Messaging-App Threads führen Änderungen ein, um politische Inhalte nicht mehr aktiv an Nutzer zu empfehlen, um kontroverse Diskussionen zu verringern. Diese Initiative zielt darauf ab, die Apps zu einer angenehmeren Erfahrung zu machen und hat auf Facebook und Instagram bereits zu einer erhöhten Nutzerinteraktion geführt.

Vermeidung von politischen Inhalts-Empfehlungen

Die Empfehlungssysteme von Explore, Reels und Suggested Users werden aktiv versuchen, politische Inhalte nicht hervorzuheben. Damit möchten Instagram und Threads eine Plattform schaffen, die sich auf Themen wie Sport, Musik, Mode, Schönheit und Unterhaltung konzentriert. Benutzer haben jedoch die Möglichkeit, politische Empfehlungen zu aktivieren, wenn sie dies wünschen.

Gründe für die Änderungen

Die Verringerung von politischen Inhalten begann nach den Ereignissen im US-Kapitol, wobei Meta (das Mutterunternehmen von Instagram) bestrebt ist, politische und Nachrichteninhalte in den Feeds zu reduzieren. Ziel ist es, eine positive und angenehme Benutzererfahrung zu schaffen, indem kontroverse Diskussionen minimiert werden.

Wirksamkeit auf Facebook und Instagram

Dieser Ansatz hat sich bereits auf Facebook und Instagram als erfolgreich erwiesen, da er zu einer erhöhten Nutzerinteraktion geführt hat. Durch die Verringerung der Sichtbarkeit politischer Inhalte können sich Benutzer auf andere Themen konzentrieren und eine positivere Online-Umgebung genießen.

Herausforderungen für Threads

Obwohl diese Änderung für Instagram wirksam ist, könnte sie für Threads nicht gut funktionieren. Anders als Instagram wird Threads als Echtzeit-Diskussionsplattform betrachtet und sollte politische Diskussionen beinhalten. Daher bleibt unklar, wie die Unterscheidung zwischen politischen und nicht-politischen Inhalten erfolgen soll und wie sich dies auf Empfehlungen für Follower auswirken könnte.

Threads als Echtzeit-Diskussionsplattform

Threads ist als Plattform für Echtzeitdiskussionen konzipiert, weshalb es wichtig ist, politische Gespräche einzubeziehen. Durch die Begrenzung der Empfehlungen für politische Inhalte besteht die Gefahr, dass die Einsatzfähigkeit von Threads als Alternative zu Plattformen wie Twitter, auf denen politische Diskussionen üblich sind, beeinträchtigt wird.

Unsicherheit bei politischen und beleidigenden Inhalten

Eine Herausforderung bei der Vermeidung von Empfehlungen für politische Inhalte besteht in der mangelnden Klarheit darüber, was als politischer oder beleidigender Inhalt gilt. Es ist wichtig, eine Balance zwischen der Vermeidung kontroverser Debatten und der Gewährleistung der Meinungsfreiheit für die Benutzer zu finden.

Auswirkungen auf Marken und Influencer

Marken und Influencer könnten von diesen Änderungen in Bezug auf Reichweite und dem Aufbau neuer Zielgruppen betroffen sein.

Reichweite und Benutzerinteraktion

Mit reduzierten Empfehlungen von politischen Inhalten könnten Marken und Influencer eine Verringerung ihrer Reichweite und Interaktion mit Benutzern feststellen, die an politischen Themen interessiert sind. Dies könnte ihre Fähigkeit beeinträchtigen, neue Zielgruppen zu erreichen und ihre Online-Präsenz zu erweitern.

Aktivierung von politischen Inhalten

Obwohl Benutzer die Möglichkeit haben, politische Inhalte zu aktivieren, ist es unwahrscheinlich, dass die Mehrheit der Benutzer dies tun wird. Dadurch kann Meta KI-Inhaltsempfehlungen priorisieren und die Sichtbarkeit politischer Inhalte weiter einschränken.

Fazit

Die von Instagram und Threads eingeführten Änderungen zur Verringerung von politischen Inhalts-Empfehlungen zielen darauf ab, eine angenehmere Benutzererfahrung zu schaffen und kontroverse Diskussionen zu minimieren. Während diese Änderungen für Instagram wirksam sind, besteht die Herausforderung darin, sie auf Threads umzusetzen, einer Plattform, die politische Diskussionen beinhalten sollte. Die Auswirkungen auf Marken und Influencer in Bezug auf Reichweite und Interaktion mit der Zielgruppe sind ebenfalls zu berücksichtigen. Das letztendliche Ziel besteht darin, eine Balance zwischen der Förderung positiver Interaktionen und dem Erhalt einer Vielfalt von Diskussionen auf diesen Plattformen zu finden.

Quelle