Twitter steht aufgrund anhaltender Bedenken hinsichtlich seiner Vorgehensweise bei der Moderation von Inhalten in der jüngsten Leistungsaktualisierung unter Skepsis. Das Update konzentriert sich auf die Bemühungen des Unternehmens zur Bekämpfung von sexuellem Missbrauch von Kindern (CSAM) und behauptet, diesen durch verbesserte Prozesse deutlich reduziert zu haben. Allerdings widersprechen Drittanbieterberichte diesen Behauptungen. Von Januar bis November 2023 hat Twitter nach eigenen Angaben über 11 Millionen Konten aufgrund von Verstößen gegen die CSAM-Regeln gesperrt, verglichen mit 2,3 Millionen im gesamten Jahr 2022. Das Unternehmen behauptet auch, mehr Berichte an die NCMEC CyberTipline gesendet zu haben. Die Gültigkeit und Wirksamkeit dieser Berichte werden jedoch nicht bestätigt. Twitter hatte zuvor behauptet, CSAM praktisch eliminiert zu haben, indem es identifizierte Hashtags blockierte, jedoch sagen Experten, dass Täter einfach zu anderen Tags gewechselt haben. Drittanbieterstudien haben festgestellt, dass CSAM auf der Plattform leicht zugänglich ist und dass Twitters Reaktion im Vergleich zu früheren Maßnahmen langsamer ist. Elon Musk, der die Erkennung von CSAM zum Schwerpunkt gemacht hat, hat das Team, das sich mit der Bekämpfung von CSAM befasst, gekürzt. Twitter hat kürzlich den Account eines rechtsgerichteten Influencers, der zuvor wegen des Teilens von CSAM-Inhalten gesperrt war, wiederhergestellt. Twitter betont seine Bemühungen zur Bekämpfung von CSAM als Reaktion auf Werbepartner, die Kampagnen eingestellt haben, geht aber nicht konkret auf Bedenken in Bezug auf Musks Beiträge ein. Der Bericht scheint die erweiterten Bemühungen von Twitter zu unterstreichen, lässt jedoch viele damit verbundene Bedenken außer Acht. Twitter kämpft auch gegen ein neues Gesetz in Kalifornien, das eine öffentliche Offenlegung seiner Inhaltsmoderationspraktiken erfordern würde. Obwohl Twitter angibt, mehr zu tun, zeigt es nicht eindeutig, dass es besser darin ist, die Verbreitung von CSAM einzuschränken.

Aktualisierung zur Bekämpfung von kinderpornografischem Material (CSAM)

Das neueste Leistungsupdate von Twitter konzentriert sich auf die Bemühungen, das Problem des kinderpornografischen Materials (CSAM) auf seiner Plattform anzugehen. Das Unternehmen gibt an, CSAM durch verbesserte Prozesse deutlich reduziert zu haben.

Laut Twitters Update wurden von Januar bis November 2023 über 11 Millionen Konten aufgrund von Regelverstößen im Zusammenhang mit CSAM suspendiert. Im Vergleich dazu wurden im gesamten Jahr 2022 2,3 Millionen Konten wegen CSAM-Verstößen suspendiert. Das Unternehmen gibt auch an, dass es mehr Berichte an den NCMEC CyberTipline gesendet hat.

Es gibt jedoch Bedenken hinsichtlich der Gültigkeit und Wirksamkeit dieser Berichte. Studien und Berichte von Drittanbietern widersprechen den Behauptungen von Twitter und zeigen Probleme mit der Reaktion der Plattform auf CSAM auf.

Drittanbieterberichte und Widersprüche

Trotz Twitters Behauptungen legen Berichte von Drittanbietern nahe, dass CSAM auf der Plattform immer noch leicht zugänglich ist. Studien haben gezeigt, dass Täter einfach zu anderen Tags wechseln, nachdem Twitter identifizierte Hashtags blockiert hat. Dies deutet darauf hin, dass Twitters früherer Ansatz, Hashtags zu blockieren, CSAM nicht effektiv beseitigt hat.

Zusätzlich haben Experten Bedenken hinsichtlich der Geschwindigkeit von Twitters Reaktion auf CSAM im Vergleich zu früheren Praktiken geäußert. Die Bemühungen der Plattform, CSAM anzugehen, scheinen langsamer und weniger effektiv zu sein als zuvor.

Beteiligung von Elon Musk und Kürzungen im Team

Elon Musk, der die Erkennung von CSAM zur Priorität gemacht hat, hat kürzlich das Team gekürzt, das für die Bekämpfung von CSAM bei Twitter zuständig ist. Diese Entscheidung hat für Aufsehen gesorgt und zu Skepsis hinsichtlich des Engagements der Plattform zur effektiven Bekämpfung von CSAM geführt.

Wiederherstellung gesperrter Konten und selektive Maßnahmen

Ein weiteres Problem ist die kürzliche Wiederherstellung des Kontos eines rechtsextremen Influencers, das zuvor aufgrund von CSAM-Inhalten gesperrt wurde. Diese Maßnahme wirft Fragen nach der Konsistenz von Twitters Regelumsetzung und der Bearbeitung von CSAM-Fällen auf.

Während Twitter seine Bemühungen zur Bekämpfung von CSAM als Reaktion auf das Aussetzen von Kampagnen durch Werbepartner bewirbt, geht es nicht ausreichend auf die Bedenken in Bezug auf Musks Beiträge ein. Der Bericht scheint Twitters erweiterte Bemühungen hervorzuheben, ohne jedoch eindeutig nachzuweisen, dass es besser darin ist, die Verbreitung von CSAM einzuschränken.

Twitters Ablehnung der Offenlegung von Inhalt-Moderationsverfahren

Zusätzlich zu den Bedenken rund um CSAM wehrt sich Twitter gegen ein neues Gesetz in Kalifornien, das die öffentliche Offenlegung seiner Verfahren zur Inhalt-Moderation fordert. Dieser Widerstand wirft Fragen nach Twitters Engagement für Transparenz und Rechenschaftspflicht auf.

Obwohl Twitter behauptet, mehr gegen CSAM zu unternehmen, zeigt es nicht eindeutig, dass es sich verbessert hat, um die Verbreitung von CSAM auf seiner Plattform effektiv einzuschränken. Die fortwährenden Bedenken hinsichtlich der Inhalt-Moderation und die Diskrepanzen zwischen Twitters Behauptungen und Berichten von Drittanbietern tragen zur Skepsis in Bezug auf das neueste Leistungsupdate bei.

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