Twitter startet Direct Responses in DM Threads und neue Emoji-Optionen

Twitter hat in den vergangenen Monaten an neuen Funktionen für Direct Messages gearbeitet, die nun in der App gelauncht wurden. Zum einen können Nutzer nun auf spezifische Nachrichten in einer DM-Unterhaltung direkt antworten, was das Interagieren in Gruppenchats erleichtert. Dadurch wird auch deutlicher, wer auf welche Nachricht antwortet.

In dem Beispiel, das der Social-Media-Experte Matt Navarra gezeigt hat, ist erkennbar, dass eine spezifische Antwort direkt unterhalb der gewählten Nachricht angezeigt wird. So wird vermieden, dass Antworten am Ende der Konversation landen und die Übersichtlichkeit verloren geht.

Zum anderen gibt es im neuen Update einen erweiterten Emoji-Picker, mit dem Nutzer ein breiteres Spektrum an Reaktionsmöglichkeiten haben. Twitter hatte dies bereits im Januar angekündigt und ermöglicht nun Nutzern schnelle Emojis innerhalb von DMs.

Außerdem plant Twitter-CEO Elon Musk die Einführung verschlüsselter Direct Messages in der kommenden Woche. Die Entwicklung daran läuft schon seit Monaten und Musk hatte dies als Prioritätsprojekt bei seinem Amtsantritt angekündigt. Dadurch soll die App insgesamt mehr Sicherheit und Privatsphäre gewährleisten.

Einige Nutzer haben Bedenken, da Verschlüsselung auch für kriminelle Aktivitäten genutzt werden kann. Dennoch ist die Mehrheit der Nutzer davon überzeugt, dass der Mehrwert für die Privatsphäre insgesamt größer ist als die potenziellen Risiken. Twitter zieht damit auch mit Meta gleich, welches bereits E2E-Verschlüsselung auf allen Messaging-Plattformen eingeführt hat.

In Zukunft wird Twitter auch Audio- und Videotelefonate in DMs möglich machen, was die Kommunikation innerhalb der App noch weiter verbessern wird.

Der Trend geht hin zu privaten Interaktionen

In den letzten Jahren haben Nutzer vermehrt private Interaktionen auf Social-Media-Plattformen bevorzugt, anstatt öffentliche Beiträge zu veröffentlichen. Mit den neuen Funktionen für Twitter DMs kann der Plattform besser auf diesen Trend reagieren und den Nutzern eine größere Auswahl an Reaktionsmöglichkeiten geben.

Die große Herausforderung wird jedoch die Monetarisierung sein, da die Nutzer Werbung in privaten Nachrichten kaum akzeptieren. Allerdings bieten sich dank des Trends hin zu privaten Interaktionen auch neue Werbemöglichkeiten an, indem Unternehmen hier auf unterhaltsame Art und Weise präsent sein können.

Dieser Paradigmenwechsel wird sich auch langfristig auf die Werbestrategien auswirken. So werden Social-Media-Feeds immer mehr zum Entdecken von Inhalten und zur Unterhaltung sowie zum Teilen von Inhalten in privaten Gruppen genutzt. Unternehmen müssen sich darauf einstellen, wie sie hier künftig erfolgreich kommunizieren und werben können.

Quelle: SocialMedia Today

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