Instagram erweitert das Profil-Raster: Nutzer können Beiträge, in denen sie markiert wurden, jetzt direkt in ihrem Hauptprofil anzeigen. Bisher landeten solche Posts nur im separaten „Markiert“-Tab. Die Änderung ist vor allem für Creator, Marken und UGC-Kampagnen interessant, weil sich fremde Inhalte damit gezielter als Teil des eigenen Profils kuratieren lassen.
So funktioniert „Add to grid“
Wer in einem Beitrag markiert wurde, kann ihn über die Benachrichtigung in den DMs, über das Drei-Punkte-Menü des Posts oder direkt im „Markiert“-Tab zum eigenen Grid hinzufügen. Im Profil ist der fremde Beitrag an einem Tag-Symbol auf der Kachel erkennbar. Er bleibt dem ursprünglichen Account zugeordnet und kann später wieder aus dem eigenen Raster entfernt werden, ohne den Originalpost zu löschen.
Standardmäßig wird der Beitrag nach seinem ursprünglichen Veröffentlichungsdatum einsortiert. Wer Instagrams inzwischen verfügbare Funktion zum manuellen Sortieren des Profil-Rasters nutzt, kann die Position anschließend anpassen.
Wichtig für Social-Media-Teams: Das ist kein Ersatz für Collab Posts. Bei einem Collab Post werden mehrere Accounts als Co-Autoren geführt und der Beitrag kann über beide Accounts verteilt werden. Ein normal markierter Beitrag bleibt dagegen beim ursprünglichen Publisher; die neue Funktion macht ihn lediglich zusätzlich im Hauptprofil des markierten Accounts sichtbar. Daraus sollte man deshalb keine automatische zusätzliche Feed-Reichweite ableiten.
Was Marken und Creator damit anfangen können
Für Kampagnen ist die Änderung vor allem eine neue Profil- und UGC-Fläche. Marken können hochwertige Creator-Posts, Event-Inhalte oder Kundenbeiträge sichtbar ins eigene Raster holen, ohne selbst eine Kopie hochzuladen. Creator wiederum können Medienauftritte, Brand-Kooperationen oder Fotos anderer Accounts in ihr Portfolio integrieren.
Das kann besonders dann nützlich sein, wenn ein Beitrag nicht als formeller Collab Post angelegt wurde oder eine Kooperation erst nach der Veröffentlichung stärker hervorgehoben werden soll. Für geplante Kampagnen bleibt die Collab-Funktion aber die stärkere Option, wenn gemeinsame Distribution, gemeinsame Attribution und gebündeltes Engagement gewünscht sind.
Die Neuerung passt zu Instagrams größerem Umbau der Profil- und Empfehlungsflächen. Zuletzt hat die Plattform unter anderem mehr Kontrolle über den Algorithmus sowie neue Reels- und Serienfunktionen eingeführt. Einen Überblick gibt unser Beitrag zu Instagrams Plattform-Updates 2026. Für Creator, die neben Reichweite auch Erlöse vergleichen wollen, haben wir außerdem die Monetarisierung bei Instagram, TikTok, YouTube und Co. zusammengefasst. Wie Instagram im Markenmix neben TikTok, Pinterest und YouTube einzuordnen ist, zeigt unser Social-Media-Playbook für FMCG-Marken.
Für Marketer zählt vor allem die Profilwirkung
Die Funktion ist keine große Algorithmus-Änderung, kann aber die Art verändern, wie Accounts ihr Profil als Schaufenster nutzen. Besonders bei Influencer- und UGC-Kampagnen entfällt ein Teil der bisherigen Trennung zwischen eigenen Posts und Inhalten, in denen ein Account lediglich markiert wurde.
Für Marken bleibt trotzdem ein sauberer Rechte- und Freigabeprozess wichtig: Dass Instagram einen markierten Beitrag technisch im eigenen Profil anzeigen lässt, ersetzt keine vertragliche Nutzungsfreigabe für weitere Werbe- oder Paid-Media-Verwendungen.
Quellen: Social Media Today, Yahoo Tech, Meta Newsroom: aktuelle Instagram-Produktmeldungen
