Instagram erleichtert das Aufnehmen von Antwort-Reels auf dem iPhone, beendet aber nach einem Branchenbericht die Verknüpfung mehrteiliger Reels. „Use as reference“ blendet ein bestehendes Reel im Aufnahmefenster als verschiebbare Vorlage ein. Ab dem 28. Oktober 2026 soll Instagram die Funktion zum Verbinden aufeinanderfolgender Reels entfernen. Darüber berichtet Social Media Today am 15. Oktober.
So funktioniert die Referenzaufnahme
Bei Reels unter 90 Sekunden kann man in der iOS-App über das Dreipunktmenü „Use as reference“ wählen. Der Clip läuft dann in einem kleinen Fenster während der eigenen Aufnahme. Er lässt sich pausieren, wiederholt abspielen und verschieben. Ein Countdown hilft, Reaktionen zeitlich abzustimmen. Für Android nennt die Meldung noch keinen Starttermin.
Die Funktion ist vor allem für Antwort-, Vergleichs- und Reaktionsvideos praktisch. Sie ist keine automatische Zustimmung zur Übernahme fremden Materials in Werbung.
Neue Funktionen in Edits
Die Video-App Edits erhält verlinkbare Songs und Sounds sowie speicherbare „Kits“ aus Gestaltungselementen. Creator können mit solchen Kits wiederkehrende Farb-, Text- und Effektstile schneller aufgreifen. Neue Trend-Insights, die zeigen, welche Themen beim eigenen Publikum funktionieren, sind laut dem Bericht zunächst Accounts mit mehr als 10.000 Followern vorbehalten.
Audio-Links sind keine allgemeinen externen Website-Links. Sie führen zu einem Musikstück oder Sound. Die Änderungen ergänzen den bereits gestarteten Carousel-Editor in Edits und den KI-Assistenten für Video-Ideen.
Serien-Links fallen weg: Was Marken planen müssen
Die von Instagram 2025 eingeführte Reels-Verknüpfung erleichterte bisher die Navigation zur nächsten Folge. Laut dem Branchenbericht soll sie ab 28. Oktober entfernt werden. Die Gründe für die Entscheidung und eine mögliche neue Serienfunktion sind nicht belegt.
Für mehrteilige Creator-Kampagnen empfiehlt sich deshalb eine klare Episoden-Nummerierung, einheitliche Titelbilder und eine gesonderte Auswertung des Folgekonsums. Bei Creator-Microserien sind neben Reichweite auch Nutzungsrechte und die Wirkung über mehrere Folgen relevant. Für einzelne Clips helfen weiterhin Instagram-Reel-Ideen und Formate.
Für Creator ist das ein uneinheitliches Update: Reaktionen und wiederkehrende Gestaltung werden einfacher, die direkte Seriennavigation könnte aufwendiger werden.
