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Axel Springers Telegraph baut Video-Podcasts für YouTube aus

The Telegraph meldet 161 Prozent mehr Podcast-Publikum binnen eines Jahres und baut Video, Live-Events sowie mögliche YouTube-Mitgliedschaften aus.

Von Social Rocket Redaktion

Dieser Text wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Quellen sind unten verlinkt.

Zwei Personen nehmen in einem Studio einen Podcast mit Mikrofonen auf
Foto: Austin Distel / Unsplash

The Telegraph baut seine Podcasts gezielt zu Video-Franchises für YouTube, Live-Events und mögliche Bezahlangebote aus. Nach Angaben des britischen Verlags ist das Podcast-Publikum innerhalb eines Jahres um 161 Prozent gewachsen; die drei täglichen News-Podcasts kommen zusammen im Wochenmittel auf rund 2,4 Millionen YouTube-Aufrufe.

Die Strategie ist auch aus deutscher Perspektive interessant: Seit Ende Juni gehört die Telegraph Media Group zu Axel Springer. Der Konzern hatte beim Abschluss der Übernahme angekündigt, Abonnementgeschäft, Events und Premium-Angebote weiter auszubauen. Genau in diese Richtung entwickelt The Telegraph nun seine Podcast-Marken.

Video wird zum Kern der Podcast-Strategie

Executive Editor Matthew Bayley sagte Digiday, dass Video inzwischen ein zentraler Bestandteil der Podcast-Produktion sei. Formate wie The Daily T, Ukraine: The Latest und Iran: The Latest werden nicht mehr nur als Audio-Angebote behandelt, sondern als wiederkehrende Video-Produkte mit eigener Community.

The Telegraph betreibt derzeit fünf regelmäßige Video-Podcasts und plant bis Jahresende vier weitere Shows. Gleichzeitig wurde das Audio-Team nach Verlagsangaben in diesem Jahr auf mehr als 40 Personen verdoppelt.

Der stärkste Hebel ist YouTube: Für „Ukraine: The Latest“ meldet der Verlag in den vergangenen drei Monaten ein Plus von 115 Prozent bei den YouTube-Aufrufen. „The Daily T“ wird zusätzlich über Live-Events und Sonderausgaben verlängert. Von Juli 2025 bis März 2026 stiegen die gesamten Plays laut The Telegraph um 93 Prozent.

Wer Plattformerlöse generell einordnen will, findet in unserem Überblick zur Creator-Monetarisierung bei YouTube, TikTok und Instagram aktuelle Benchmarks. Auch YouTube Shopping in Deutschland zeigt, wie stark YouTube inzwischen Video, Community und Commerce zusammenführt.

Mitgliedschaften sollen aus Reichweite direkte Erlöse machen

Noch steht Reichweite vor Monetarisierung. Bayley sagt ausdrücklich, dass bislang vor allem Zuschauer, Watchtime und Engagement wachsen sollen. Gleichzeitig prüft The Telegraph ein separates Podcast-Abo sowie ein YouTube-Mitgliedschaftsprogramm. Konkrete Preise oder ein Starttermin gibt es noch nicht.

Für Publisher ist der Ansatz bemerkenswert, weil er Distribution und Kundenbindung trennt: YouTube liefert Reichweite und wiederkehrende Nutzung, während Mitgliedschaften, Events und eigene Abos daraus direktere Beziehungen machen sollen. Digiday ordnet die Strategie zudem als Reaktion auf sinkende und unzuverlässigere Referral-Trafficströme aus Suche und Social ein.

Axel Springer hatte bei Abschluss der Telegraph-Übernahme am 30. Juni 2026 offiziell angekündigt, die digitale Transformation zu beschleunigen und insbesondere Subscription-, Event- und Premium-Geschäft zu stärken. Die Video-Podcast-Offensive passt damit unmittelbar zur neuen Eigentümerstrategie.

Quellen