Zusage im Titel, Feld in der Schnittstelle
Ein Katalogeintrag spricht mit zwei Stimmen aus derselben Schnittstelle. Der Name verkauft: Refill-Fenster, Tagesleistung, Startzeit, Herkunft, Qualitätsstufe. Die Felder daneben sagen nüchtern, ob Refill, Dripfeed und Storno technisch vorgesehen sind. Der Name beschreibt das Angebot, das Feld den Bestellweg.
Bei Likes ist Refill die weniger wichtige der beiden Angaben, denn ein gezähltes Ereignis fällt nicht ab wie ein Bestand — verschwinden kann es nur mit dem Konto, das es hinterlassen hat. Die Zahl der Angebote im Geltungsbereich, bei denen das Panel das Refill-Feld selbst als gesetzt meldet, liegt bei 5; dort ließe sich eine Nachlieferung ohne Ticket auslösen. Wir zeigen, wo Refill wirklich automatisch ist.
Trotzdem steht ein Refill-Fenster im Namen, ohne dass das Feld gesetzt ist. Das heißt in aller Regel nicht, dass es die Nachlieferung nicht gibt — es heißt, dass du sie nicht selbst auslösen kannst, sondern beim Support des Panels anmelden musst. Bei einer Ware, deren Zweck die erste Stunde ist, ist ein Ticket allerdings ein schwacher Trost: Was nachgeliefert wird, kommt nach der Entscheidung über die Ausspielung.
Qualitätsangaben wie „echte Nutzer", „HQ" oder „Non Drop" bleiben Selbstauskünfte des Verkäufers. Wir übersetzen sie in vergleichbare Stufen und schreiben dazu, dass es Behauptungen sind. Ob hinter einem Like ein Mensch sitzt, ist aus keinem Katalogfeld ablesbar.
Wie gut der Support eines Panels arbeitet, bewerten wir nicht; das ließe sich nur mit Testbestellungen prüfen. Was wir zeigen, ist die Frage davor: ob du ihn für eine zugesagte Leistung überhaupt brauchst.