Lohnt sich der Kauf von Kommentaren?
Die Ergebnisliste zu dieser Suche ist eine Mischung aus Shops und Ratgebern, die auf Shops verweisen, und sie argumentiert einhellig mit demselben Punkt: Kommentare seien das stärkste Interaktionssignal. Preise nennen fast alle, Mindestmengen nennt keiner, und niemand prüft, ob die Zusagen im Angebotstext von den Feldern der Bestellschnittstelle gedeckt sind. Das steht hier: 690 bestellbare Einträge aus 24 Panel-Katalogen, mit Grundpreis, Mengengrenzen und Datum.
Am Argument selbst ist etwas dran, und zwar mehr als bei Likes. Ein Kommentar kostet den Verfasser Zeit, er hält Zuschauer länger am Video, und er erzeugt manchmal Antworten — alles Dinge, die eine Plattform prinzipiell messen kann. Nachprüfen lässt sich von außen keines davon, und wir übernehmen die Behauptung deshalb nicht.
Was sich prüfen lässt, ist die Kehrseite, und sie ist in dieser Klasse härter als anderswo. Der Fehler ist lesbar. Ein englischer Allgemeinplatz unter einem deutschen Video, dreimal dieselbe Formulierung, ein Lob für ein Produkt, das im Video gar nicht vorkommt: Das sind die Kommentarspalten, an denen ein Kauf für jeden Besucher sichtbar wird, und sie entstehen genau dort, wo am Preis gespart wurde.
Es bleibt ein Fall, in dem die Bestellung nachvollziehbar ist: die erste Reaktion unter einem Video, das sonst mit leerer Kommentarspalte dasteht — die Schwelle, an der jemand als Erster schreiben müsste. Dafür braucht es wenige Kommentare, die zum Video passen, und nicht viele, die es nicht tun.
Für die eigene Auswertung gilt derselbe Preis wie überall: Ein bestellter Teil der Kommentare macht jede Aussage darüber, welches Video wirklich eine Reaktion ausgelöst hat, wertlos.