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Social Rocket

LinkedIn: Digitale Visitenkarten und neue Creator-Einnahmen

LinkedIn rollt digitale Visitenkarten und Profilnotizen aus. Advice Sessions und Video-Werbeerlöse bleiben zunächst auf US-Accounts begrenzt.

Von Social Rocket Redaktion

Aktualisiert am

Dieser Text wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Quellen sind unten verlinkt.

Video-Creator arbeitet mit Kamera – Symbolbild für Creator-Unternehmen und Finanzierung
Foto: Kyle Loftus / Unsplash

LinkedIn erweitert seine Monetarisierung für Fachleute und Video-Creator. Seit dem 15. Oktober 2026 bietet die Plattform in den USA bezahlte Beratungstermine direkt im Profil an und testet Werbeerlöse aus vorgeschalteten Videoanzeigen. Für deutsche Accounts sind diese beiden Einnahmewege derzeit nicht allgemein verfügbar.

Zwei Geschäftsmodelle statt einer einheitlichen Creator-Auszahlung

Advice Sessions richtet sich an Berater, Coaches und andere Fachleute: Kunden können Einzelgespräche buchen, bezahlen und per Video durchführen. Laut LinkedIn-Ankündigung ist die Funktion zunächst für Business-Premium-Abonnenten in den USA freigeschaltet. Weitere Märkte sollen folgen; einen deutschen Starttermin nennt LinkedIn nicht.

In-Stream Ads setzen dagegen bei Videoinhalten an. Ausgewählte US-Creator können an Werbeerlösen beteiligt werden, wenn vor ihren geeigneten Videos Pre-Roll-Anzeigen laufen. Das ist ein begrenzter Test, kein offenes Vergütungsprogramm für sämtliche Videoaufrufe.

Digitale Visitenkarten: Netzwerken nach Veranstaltungen vereinfachen

Anders als die beiden US-Monetarisierungstests ist die personalisierbare digitale LinkedIn-Visitenkarte laut LinkedIns Produktankündigung vom 15. Oktober für einen weltweiten, schrittweisen Rollout über die kommenden Monate vorgesehen. Mitglieder können eine Karte aus Profilangaben gestalten, über einen scanbaren Code weitergeben und in einer digitalen Wallet hinterlegen. Für Messen, Konferenzen und Vertriebsteams ist das ein zusätzlicher Weg vom persönlichen Gespräch zum Profilkontakt – kein integriertes CRM und keine Zusage über Lead-Qualität.

Ein QR-Code zum Teilen des Profils existiert auf LinkedIn bereits seit 2018; neu sind die personalisierte Darstellung und die Wallet-Einbindung. Social Media Today nennt genau diesen Unterschied. Wer digitale Visitenkarten im Unternehmen einführt, sollte prüfen, welche Kontaktdaten öffentlich geteilt werden, ob ein nachfolgender CRM-Eintrag datenschutzkonform ist und welche Kontakte tatsächlich auf ein vereinbartes Follow-up zurückgehen.

Weitere neue Netzwerkfunktionen sind private Profilnotizen für Premium-Mitglieder (laut LinkedIn weltweit verfügbar) und ein gesonderter Network Feed mit Beiträgen von Kontakten und gefolgten Accounts. Der Feed wird zuerst in ausgewählten Märkten getestet, darunter USA, Großbritannien, Indien und Australien; eine allgemeine Freigabe in Deutschland ist damit nicht bestätigt. Die neue Visitenkarte und der neue Feed sind keine neuen Anzeigenformate, sondern Werkzeuge für Kontaktpflege und organische Sichtbarkeit.

Was sich für B2B-Werbung ändert

Für Werbekunden entsteht eine zusätzliche Möglichkeit, Anzeigen im Umfeld professioneller Videos zu platzieren. Sie müssen dafür nicht zwingend eine individuelle Kooperation mit jedem Creator abschließen. Das unterscheidet das Modell von direkt ausgehandelten Sponsoring-Deals und ergänzt bestehende LinkedIn-Angebote wie BrandLink und Thought Leader Ads. Social Media Today berichtet zudem über zusätzliche Suchfilter im Creator Marketplace.

Die Einschränkung für den deutschen Markt ist wesentlich: LinkedIns Hilfeseite zum Creator Marketplace nennt derzeit nur ausgewählte Mitglieder in den USA und Kanada. Außerdem schränkt LinkedIn laut Marketing-Solutions-Hilfe die Entdeckbarkeit und das Sponsoring von Creator-Beiträgen in DMA-Ländern ein. Dazu gehört Deutschland. Mehr dazu in unserer Einordnung zum LinkedIn Creator Marketplace und Deutschland.

Reichweite ist nicht gleich Umsatz

Ein neues Creator-Dashboard soll Leistungsdaten, Content-Verwaltung und Monetarisierungsoptionen bündeln und in den kommenden Wochen weltweit ausgerollt werden. Daneben testet LinkedIn einen eigenen Netzwerk-Feed in ausgewählten Ländern und führt digitale Visitenkarten sowie Profilnotizen ein. Diese Funktionen sind nicht mit einer allgemeinen Freischaltung der Bezahlangebote gleichzusetzen.

Für Agenturen und Selbstständige lohnt es sich, Beratungserlöse, Sponsorings und Anzeigenbeteiligungen getrennt zu messen: Eine hohe Video-Reichweite garantiert weder zahlende Beratungskunden noch einen bestimmten Werbeerlös. Unser Leitfaden zu Social-Media-Zielen und KPIs zeigt, wie sich Reichweite, Leads und Umsatz unterscheiden lassen. Wer Expertise unabhängig von Plattformfunktionen vermarkten möchte, findet außerdem Ansätze zur Produktisierung von Fachwissen.

Quellen: LinkedIn Newsroom, 15.10.2026, LinkedIn-Hilfe zum Creator Marketplace, Social Media Today, 15.10.2026.