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Meta sperrt neue politische US-Anzeigen ab 27. Oktober – in der EU gilt längst ein Verbot

Metas Midterm-Sperrfrist beginnt am 27. Oktober. Laufende US-Anzeigen haben Ausnahmen. Für deutsche Agenturen gilt ein wichtiger Unterschied zur EU.

Von Social Rocket Redaktion

Dieser Text wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Quellen sind unten verlinkt.

US-Kapitol in Washington bei Sonnenaufgang – US-Wahlwerbung auf Meta vor den Midterms
Foto: Andy Feliciotti / Unsplash

Meta nimmt vom 27. Oktober bis zum 3. November 2026 keine neuen politischen und gesellschaftspolitischen Anzeigen für den US-Markt an. Bereits laufende Anzeigen dürfen unter Voraussetzungen weiter ausgespielt werden. Für Werbeagenturen in Deutschland ist eine Unterscheidung entscheidend: In der EU gilt seit dem 6. Oktober 2025 bereits ein grundsätzliches Meta-Verbot für bezahlte Werbung zu Politik, Wahlen und gesellschaftlichen Streitfragen. Die neue US-Sperrfrist hebt diese europäische Regel nicht auf.

Die US-Fristen betreffen Facebook und Instagram rund um die Midterm-Wahlen am 3. November. Gewöhnliche kommerzielle Werbung wird durch diese spezifische Wahlwerberegel nicht generell gestoppt.

Die Termine für US-Kampagnen

Meta hat einen Zeitplan für die Sperrfrist 2026 veröffentlicht. Für Anzeigen, die nach Metas Regeln einen Hinweis auf den Auftraggeber benötigen, sind drei Daten relevant:

  • 13. Oktober: Empfohlene Frist zum Abschluss der erforderlichen Werbetreibenden-Autorisierung.
  • 20. Oktober: Empfohlene Einreichung der entsprechenden Anzeigen zur Genehmigung, damit vor der Sperrfrist tatsächlich eine Impression ausgeliefert werden kann.
  • 27. Oktober, 00:01 Uhr Pacific Time: Beginn der Beschränkung. Sie endet am 3. November 2026 um 23:59 Uhr Pacific Time.

Eine bloß genehmigte Anzeige reicht für die Weiterführung nicht aus. Sie muss vor dem 27. Oktober mindestens eine Impression erzielt haben und mit dem gültigen Disclaimer laufen. Über die Fristen berichtet auch Social Media Today am 7. Oktober.

Was bei einer laufenden Anzeige noch geändert werden darf

Während der US-Sperrfrist können die betroffenen Anzeigen pausiert und wieder aktiviert werden. Auch Gebote, Budgets und das geplante Enddatum lassen sich anpassen. Creative, Platzierung, Targeting und Optimierung dürfen dagegen nicht mehr verändert werden. Eine neue Variante lässt sich nicht einfach kurz vor dem Wahltag nachschieben.

Die Richtlinie betrifft nicht ausschließlich Kandidatenanzeigen. Meta führt für die USA auch gesellschaftspolitische Themenfelder wie Einwanderung, Bürgerrechte, Sicherheits- und Umweltpolitik sowie Gesundheits- und Wirtschaftspolitik. Ob eine konkrete Markenanzeige unter die Kategorie fällt, hängt von ihrem politischen oder gesellschaftlichen Bezug ab. Das Wort „Gesundheit“ allein macht gewöhnliche Produktwerbung noch nicht automatisch zu einer politischen Anzeige.

Warum das in Deutschland anders aussieht

In der EU hat Meta politische, Wahl- und Social-Issue-Anzeigen schon im Oktober 2025 eingestellt. Das Unternehmen begründet die Entscheidung mit Aufwand und Rechtsunsicherheit durch die europäische Verordnung über Transparenz und Targeting politischer Werbung (TTPA). Das steht in der offiziellen Meta-Erklärung mit Update vom 6. Oktober 2025.

Die EU-Kommission erläutert die seit dem 10. Oktober 2025 geltenden Transparenzvorgaben: Kennzeichnung, Angaben zum Sponsor und strengere Bedingungen für datenbasiertes Targeting. Die Verordnung selbst verbietet politische Werbung nicht pauschal. Das generelle Einstellen dieser Anzeigen auf Meta-Plattformen in der EU ist eine Unternehmensentscheidung. Politische Beiträge ohne bezahlte Bewerbung bleiben möglich.

Eine deutsche Agentur, die Kampagnen für den US-Markt betreut, muss deshalb die dortigen Fristen berücksichtigen. Für die Ansprache eines EU-Publikums greift hingegen die europäische Plattformregel. Der Sitz der Agentur ersetzt keine Prüfung des Auslieferungsmarkts.

Ein Thema, unterschiedliche Plattformregeln

Der Vergleich zeigt, warum eine einheitliche Checkliste für sämtliche sozialen Netzwerke zu kurz greift. Unsere Berichte zu TikToks Wahl-Sicherheitsmaßnahmen für die US-Midterms und zu Snaps Untersuchungen über politische Werbung und persönliche Gespräche betreffen andere Plattformansätze. Aus einer Meta-Sperrfrist lassen sich keine identischen Fristen bei TikTok oder Snapchat ableiten.

Für das Kampagnenmanagement zählen dokumentierte Autorisierungen, korrekte Disclaimer, die tatsächliche erste Auslieferung und die Regeln des Zielmarkts. Die US-Wochenfrist und der EU-weite Meta-Rückzug sind zwei getrennte Regelwerke.

Quellen