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Social Rocket

Meta drängt TikTok und YouTube zu strengeren Teen-Schutzregeln

Nach einem Milliardenvergleich mit US-Bundesstaaten führt Meta neue Limits für Minderjährige ein und fordert TikTok und YouTube auf, vergleichbare Regeln zu übernehmen.

Von Social Rocket Redaktion

Dieser Text wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Quellen sind unten verlinkt.

Smartphone mit Social-Media-Apps als Symbolbild für Jugendschutz auf Plattformen
Foto: dlxmedia.hu / Unsplash

Meta will nach einem milliardenschweren Vergleich mit US-Bundesstaaten deutlich strengere Schutzregeln für Minderjährige auf Instagram und Facebook einführen und fordert TikTok und YouTube öffentlich auf, vergleichbare Maßnahmen zu übernehmen.

Der Vergleich umfasst nach Meta-Angaben rund 18 Milliarden US-Dollar und wurde mit einer parteiübergreifenden Gruppe von 52 Generalstaatsanwälten aus US-Bundesstaaten, Territorien und Washington, D.C. geschlossen. Die Regeln gelten in den teilnehmenden US-Gebieten und damit nicht automatisch in Deutschland oder der EU.

Zwei Stunden pro Tag, Nachtmodus und weniger Benachrichtigungen

Für Nutzer unter 18 Jahren sollen auf Instagram und Facebook unter anderem folgende Vorgaben standardmäßig gelten:

  • ein kumulatives tägliches Zeitlimit von zwei Stunden für Facebook und Instagram, das Jugendliche nur mit Zustimmung der Eltern deaktivieren können
  • eine nächtliche Sperre von Mitternacht bis 6 Uhr für Feed, Stories, Explore und Reels
  • standardmäßig stummgeschaltete Push-Benachrichtigungen zwischen 8 und 15 Uhr, mit Ausnahmen etwa für Direktnachrichten und Sicherheitsmeldungen
  • Hinweise nach jeweils 15 Minuten kontinuierlicher Nutzung sowie zusätzliche Hinweise nach 60 und 90 Minuten täglicher Nutzung
  • zusätzliche Elternkontrollen und stärkere Schutzmechanismen gegen unerwünschte Kontakte

Direktnachrichten sind laut Meta von den Zeit-, Nacht- und Schulmodus-Beschränkungen ausgenommen.

Warum Meta TikTok und YouTube ausdrücklich ins Spiel bringt

Der ungewöhnlichste Teil des Vergleichs steckt in seiner finanziellen Konstruktion. Rund 70 Prozent der vorgesehenen Zahlung sollen über zehn Jahre an die beteiligten Staaten fließen. Die verbleibenden rund 5,3 Milliarden Dollar sind an zusätzliche Bedingungen geknüpft.

Meta zufolge wird dieser Anteil erst freigegeben, wenn TikTok und YouTube ebenfalls bestimmte Schutzmaßnahmen einführen und jeweils einen entsprechenden finanziellen Beitrag leisten. Genannt werden unter anderem ein einstündiges tägliches Limit, ein Nachtmodus und Maßnahmen zur Altersbestimmung.

Sollten andere Plattformen mitziehen, würden sich laut Meta auch Teile der eigenen Verpflichtungen verschärfen. Dann könnte das tägliche Limit auf eine Stunde pro App sinken und der Nachtmodus bereits um 22 Uhr beginnen.

Meta macht aus dem Vergleich damit bewusst eine branchenweite Forderung. Genau dieser PR- und Wettbewerbsaspekt steht im Zentrum des aktuellen Berichts von Adweek.

Was das für Social-Media-Marketing bedeutet

Für deutsche Marketer ändern sich durch den US-Vergleich zunächst keine unmittelbaren Auslieferungsregeln. Trotzdem ist die Entwicklung relevant, weil strengere Standardlimits bei Minderjährigen Nutzungszeiten, Reichweite und Werbekontakte in jungen Zielgruppen verändern können, falls ähnliche Regeln später in weiteren Märkten oder auf konkurrierenden Plattformen übernommen werden.

Die Regulierung von Empfehlungs- und Nutzungsmechaniken nimmt international ohnehin zu. Australien prüft etwa einen Opt-out für Social-Media-Algorithmen. Gleichzeitig zeigt TikToks aktueller Transparenzbericht mit 189 Millionen monatlichen Nutzern in der EU, wie groß die regulatorisch relevante Reichweite der Plattform inzwischen ist.

Auch Meta selbst verschärft parallel Regeln an anderen Stellen. Instagram kennzeichnet KI-Profile inzwischen klarer und begrenzt deren Reichweite, wenn Kennzeichnungspflichten nicht eingehalten werden.

Für Kampagnen mit jungen Zielgruppen wird deshalb wichtiger, nicht nur Reichweitenwerte zu beobachten, sondern auch Plattformregeln, Altersverifikation und mögliche Nutzungslimits in die Mediaplanung einzubeziehen.

Quellen