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Polymarket unter Werbeprüfung: Influencer-Vorwürfe treffen auf US-Wahlkampagne

US-Behörden prüfen Polymarkets Creator-Marketing; zugleich laufen Wahlspots und Berichte über einen unbestätigten CMO-Abgang. Was Werbetreibende unterscheiden müssen.

Von Social Rocket Redaktion

Dieser Text wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Quellen sind unten verlinkt.

Polymarket-Markenlogo auf blauem Hintergrund – Symbolbild zum US-Wahlkampfmarketing
Polymarket

US-Behörden prüfen, wie Prognosemärkte über Social Media beworben werden. Bei Polymarket geht es dabei unter anderem um den Verdacht nicht offengelegter Influencer-Kooperationen und Videos mit angeblichen Gewinnen. Gleichzeitig wirbt die Plattform im US-Zwischenwahlkampf 2026 mit aufwendig produzierten Spots. Ein Bericht über den angeblichen Abgang des Marketingchefs Matthew Modabber kam am 23. Oktober hinzu – Polymarket hatte diesen Personalwechsel laut Adweek zunächst nicht bestätigt.

Was die Behörden tatsächlich untersuchen

Der New Yorker Stadtrat kündigte am 12. August 2026 eine Untersuchung der Werbepraktiken von Polymarket, Kalshi, Coinbase und Gemini Titan an. In seiner offiziellen Mitteilung nennt er ausdrücklich mutmaßlich verdeckte Influencer-Werbung, nachgestellte Handelsaktivitäten und die Darstellung vermeintlich profitabler Wetten. Das sind Gegenstände einer Prüfung, keine gerichtlich festgestellten Sachverhalte.

Am 24. September reichte die Generalstaatsanwaltschaft New York außerdem Klage gegen Polymarket US ein. Sie wirft der Plattform unerlaubtes Glücksspiel im Bundesstaat vor und verlangt unter anderem Unterlassung sowie finanzielle Konsequenzen. Auch hier ist die Klage von einem rechtskräftigen Urteil zu unterscheiden. Bereits 2022 hatte die US-Börsenaufsicht CFTC eine separate Vereinbarung über 1,4 Millionen Dollar wegen damals nicht ordnungsgemäß registrierter Ereigniskontrakte geschlossen.

Warum die neue Wahlkampagne eine Marketingfrage ist

Im Oktober startete Polymarket die US-Kampagne „Watch the Midterms Move“. Regisseurin Kathryn Bigelow verantwortet zwei Filme, ein dritter stammt vom Regie-Trio Pantera. Die Spots greifen Alltagsthemen wie Lebenshaltungskosten auf und verbinden sie mit Märkten zu künftigen Ereignissen. Das schafft Aufmerksamkeit, beantwortet aber nicht die Frage, wie verständlich Handelsrisiken und bezahlte Empfehlungen kommuniziert werden. Über die Filme und ihre Produktion berichtete unter anderem Gaming America.

Die FTC erläutert für US-Influencer, dass materielle Beziehungen zu einer Marke erkennbar offenzulegen sind – auch bei Vorteilen statt direkter Bezahlung. Kennzeichnungen gehören in den konkreten Inhalt und dürfen nicht nur unauffällig in Profilen oder Hashtags auftauchen. Ob einzelne Polymarket-Posts dagegen verstoßen, lässt sich aus den bisher bekannten Vorwürfen allein nicht ableiten.

Was Social-Media-Teams daraus lernen können

Drei Prüfungen sind für Marken entscheidend: Wurde eine Creator-Kooperation bezahlt oder anders vergütet? Sind Produktfunktion, Gewinnaussagen und Risiken belegbar? Wer dokumentiert Freigaben, Änderungen und Beschwerdefälle? Hohe Views, ein prominenter Regiename oder günstige Klickpreise ersetzen diese Kontrollen nicht.

Bei politisch aufgeladenen Kampagnen kommt die Plattformebene hinzu: Meta verschärft seine Regeln für US-Wahlanzeigen; in Europa gelten andere Einschränkungen. Auch Reddit unterscheidet politische Werberegeln von Maßnahmen gegen künstliche Interaktionen. Für kommerzielle Creator-Verträge bleibt Transparenz bei Vergütung und Agenturgebühren relevant.

Personalie: bisher ein Bericht, keine Bestätigung

Die Adweek-Recherche vom 23. Oktober verweist für Modabbers angebliche Entlassung auf die New York Post. Eine Bestätigung oder Erklärung des Unternehmens lag Adweek zum Veröffentlichungszeitpunkt nicht vor. Auch ein Zusammenhang mit den laufenden Kontroversen ist nicht belegt. Stand: 24. Oktober 2026.