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Social Rocket

Square bringt KI an die Restaurantkasse: Bestellterminals werden zu Verkäufern

Squares neuer Sprach-Kiosk empfiehlt Produkte aus Verkaufsdaten und verbindet Bestellung, Loyalty und Bezahlung. Starbucks denkt bereits über personalisierte Drive-through-Menüs nach.

Von Social Rocket Redaktion

Dieser Text wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Quellen sind unten verlinkt.

Offizielle Square-Darstellung einer digitalen Selbstbestelloberfläche; Symbolbild für den neuen KI-Kiosk
Square / Block, Inc.

Square bringt KI direkt an die Restauranttheke. Sein am 14. Oktober 2026 vorgestellter, neuer Selbstbestell-Kiosk nimmt gesprochene Bestellungen entgegen, beantwortet Fragen zur Speisekarte und empfiehlt passende Extras. Der Clou für das Marketing: Produktberatung, personalisierte Empfehlungen, Bonusprogramm und Bezahlung treffen an einem einzigen Verkaufspunkt zusammen.

Während viele Marken KI vor allem für Werbetexte und Kampagnen einsetzen, zieht die Technologie jetzt in den Moment ein, in dem sich Kunden tatsächlich für einen Kauf entscheiden.

Eine Bestellung als Gespräch statt als Klickstrecke

Der neue Square Kiosk kombiniert einen 21,5 Zoll großen Touchscreen, Mikrofone und einen sprachgesteuerten KI-Assistenten. Gäste können ihre Bestellung frei formulieren, nach Zutaten fragen, Änderungen wünschen oder Alternativen suchen. Ein Näherungssensor aktiviert den Bildschirm, sobald sich jemand dem Gerät nähert.

Die KI greift auf die tatsächliche Speisekarte des jeweiligen Restaurants zu. Square beschreibt zudem Empfehlungen, die sich an lokalen Verkaufsdaten, Tageszeit und bereits ausgewählten Artikeln orientieren. Wer ein Gericht bestellt, bekommt so im passenden Moment einen Zusatz angeboten. Das Kassensystem liefert die Informationen und übernimmt anschließend die Bestellung in den Küchenablauf.

Für die Kundenbindung ist eine weitere Funktion entscheidend: Am Gerät können Gäste ihren Square-Loyalty- beziehungsweise Neighborhoods-Account verbinden und Treuevorteile sammeln oder einlösen. Aus einer anonymen Bestellung wird so auf Wunsch eine wiedererkennbare Kundenbeziehung.

Der neue Performance-Kanal steht im Restaurant

Für Betreiber und Marken verändert sich damit die Rolle des Bestellterminals. Bisher war der Bildschirm vor allem eine digitale Speisekarte. Jetzt kann er aktiv beraten, Produkte hervorheben und Zusatzkäufe anregen.

Das ist zunächst Verkaufsoptimierung am Point of Sale und keine klassische Display-Werbung. Der Unterschied ist relevant: Statt Aufmerksamkeit einzukaufen, verbessern Händler die Produktauswahl in einem ohnehin stattfindenden Kaufvorgang. Welche Empfehlungen wirklich funktionieren, lässt sich beispielsweise über durchschnittlichen Warenkorb, Zusatzartikelquote, Bestellzeit und Wiederkäufe beobachten.

Square nennt erste Erfahrungen aus Testbetrieben wie Boba Nation Grand und L&L Hawaiian BBQ. Die Betreiber berichten von einer guten Nutzung und nützlicher Sprachbedienung. Konkrete, unabhängig ausgewertete Umsatzsteigerungen veröffentlicht Square in seiner Produktankündigung allerdings nicht.

Die Ausrichtung passt zu einer breiteren Entwicklung: 7 Brew verknüpft Social-Media-Aktivitäten und Loyalty, während Walmart Einkaufsprozesse für KI-Agenten öffnet. Kaufentscheidung und Kundenbindung wandern in immer stärker vernetzte Systeme.

Starbucks denkt bereits über personalisierte Drive-through-Menüs nach

Wie schnell dieses Prinzip auch außerhalb klassischer Kioske an Bedeutung gewinnt, zeigt eine Ankündigung vom 29. Oktober 2026. Starbucks-Chef Brian Niccol erklärte im Geschäftszahlen-Call, dass das Unternehmen personalisierte digitale Menüs am Drive-through prüft. Teilnehmende Kunden könnten bei der Ankunft wiedererkannt werden und passende Angebote sehen.

Ab dem Geschäftsjahr 2027 will Starbucks zunächst KI-Modelle im Hintergrund testen, die Mitarbeitern die Bestellaufnahme erleichtern. Auch die Produktsuche in der App und eine spätere dialogbasierte Bestellung stehen auf der Agenda.

Square baut die Beratung also bereits in ein konkretes US-Produkt ein, während Starbucks die nächste Stufe für seine Filialen vorbereitet. Gemeinsam zeigen die Vorhaben, wie sich Loyalty-Daten, Empfehlungen und der eigentliche Checkout enger verzahnen. Der Gedanke ist durchaus vergleichbar mit dem KI-Buchungsmodell von Zocdoc: Die wichtigste Kundeninteraktion findet dort statt, wo die Entscheidung unmittelbar in eine Transaktion übergeht.

Was die neue KI-Kasse kostet – und was deutsche Marketer lernen können

Square bietet das neue Gerät in den USA seit dem 14. Oktober für 1.999 US-Dollar an. Hinzu kommen 99 Dollar Softwaregebühr pro Gerät und Monat sowie ein erforderlicher Square-Plus- oder Premium-Tarif. Die genannten Konditionen beziehen sich auf den US-Markt; eine Einführung des neuen Modells in Deutschland ist damit noch nicht angekündigt.

Für deutsche Händler und Gastronomiebetriebe steckt die interessante Entwicklung weniger in einem einzelnen Terminal als im Prinzip dahinter: Die nächste Empfehlung entsteht aus Warenkorb, Standort, Verfügbarkeit und konkreter Kaufabsicht.

Wer eine solche Lösung einführt, sollte deshalb nicht allein die eingesparte Bedienzeit messen. Marketing und Betrieb müssen gemeinsam prüfen, ob Gäste schneller finden, was sie möchten, ob Zusatzartikel tatsächlich häufiger gekauft werden und ob die Kunden freiwillig ins Treueprogramm zurückkehren. Das verbindet KI, Produktmarketing und Customer Experience sehr viel direkter als ein weiterer automatisierter Werbetext.

Quellen: Square, offizielle Produktankündigung vom 14.10.2026; Square, Produktdetails; Starbucks Q4 2026, Earnings-Call-Transkript vom 29.10.2026; The Verge, Square-Kiosk-Bericht; The Verge, Starbucks-KI-Menüs vom 30.10.2026.

Bild: Offizielle Square-Produktdarstellung einer digitalen Bestelloberfläche (Square / Block, Inc.). Symbolbild, nicht das neue 21,5-Zoll-Gerät.