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Threads Friends: Meta testet private Posts für bis zu 50 Kontakte

Threads testet Friends-Listen mit bis zu 50 Kontakten in Irland, Italien und Japan. So verändert Meta persönliche Gespräche, Feeds und Community-Aufbau.

Von Social Rocket Redaktion

Dieser Text wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Quellen sind unten verlinkt.

Freunde betrachten gemeinsam ein Smartphone – Symbolbild für Threads Friends
Foto: Vitaly Gariev / Unsplash

Threads bekommt einen privaten Bereich für Posts: Mit „Threads Friends“ testet Meta eine Liste von bis zu 50 ausgewählten Kontakten. Statt jeden Gedanken öffentlich zu teilen, können Nutzer künftig entscheiden, welche Beiträge nur ihr engerer Kreis sieht. Der Test läuft seit dem 29. Oktober 2026 in Irland, Italien und Japan. Auch Nutzer in Deutschland können entsprechende Posts sehen, wenn sie von einer Person aus dem Test zu ihrer Liste hinzugefügt werden.

Ein zweiter Feed für Gespräche unter Freunden

Die Idee erinnert an „Enge Freunde“ bei Instagram, geht bei Threads aber über eine bloße Sichtbarkeitseinstellung hinaus. Wer am Test teilnimmt, kann einen eigenen Freundeskreis zusammenstellen und bestimmte Posts ausschließlich dort teilen. Andere Mitglieder der Liste sehen, wer innerhalb der Gruppe auf solche Beiträge antwortet oder reagiert. Die Zugehörigkeit ist für hinzugefügte Personen an den entsprechenden Posts erkennbar.

Meta schlägt laut Engadget unter Berufung auf einen Unternehmenssprecher zunächst Kontakte vor, mit denen sich Nutzer besonders häufig austauschen. Die Liste lässt sich anschließend bearbeiten. Ein grüner Kreis über dem Feed öffnet die Freundesbeiträge der vergangenen 24 Stunden.

Das schafft eine neue Art von Nutzung: Für öffentliche Debatten bleibt der normale Threads-Feed bestehen. Persönliche Beobachtungen, spontane Fragen und Gespräche im kleinen Kreis bekommen einen eigenen Platz – ohne gleich in einen Gruppenchat ausweichen zu müssen.

Warum Meta ausgerechnet jetzt kleinere Kreise testet

Threads ist in den vergangenen Monaten stark gewachsen. Meta meldete im Juni 2026 mehr als 500 Millionen monatlich aktive Nutzer und investierte gleichzeitig in interessenbasierte Communities, eigene Themen-Feeds und die Einstellung „Your Algo“. Während diese Werkzeuge Menschen zu neuen Diskussionen führen, setzt Threads Friends auf bestehende Beziehungen.

Es ist eine Ergänzung zur Einführung von Nachrichten und Gruppenchats in Threads. Seit Oktober 2025 baut Meta dort auch den Nachrichtenaustausch in der EU aus. Die neue Freundesliste sitzt zwischen öffentlichen Communities und privaten Chats: Ein Post bleibt ein Post, wird aber nur mit einer kleinen Gruppe geteilt.

Damit verschiebt sich die Plattform weiter von einem einzigen öffentlichen Gesprächsraum zu mehreren sozialen Ebenen. Das kann gerade für Nutzer interessant sein, die einen öffentlichen Account für berufliche Themen führen, manche Gedanken aber lieber mit vertrauten Menschen diskutieren.

Was bedeutet das für Creator und Marken?

Für professionelle Accounts ist der neue Test vor allem ein Hinweis darauf, wie Meta Bindung künftig organisiert. Öffentliche Beiträge schaffen Entdeckung; kleinere Gruppen können wiederkehrende Gespräche fördern. Wer eine aktive Community aufbaut, kann langfristig von beidem profitieren.

Allerdings ist Threads Friends derzeit eine Kontaktliste und kein angekündigtes Markenprodukt mit Analytics, Anzeigenplätzen oder bezahlter Mitgliedschaft. Ein Werbekonto kann sich deshalb vorerst keine Reichweite in diesen Gruppen einkaufen. Marken sollten weiter auf öffentliche Formate, Antworten und nachvollziehbare Community-Arbeit setzen.

Passend dazu hat Srocket bereits beschrieben, wie Threads Live Chats für Community-Diskussionen ausbaut, welche eigenständigen Anzeigenrechte Threads bekommt und wie Threads Insights die Performance von Posts aufschlüsselt. Der Test fügt diesen Werkzeugen eine neue, bewusst kleinere Publikumsform hinzu.

Deutschland wartet auf den eigenen Zugang

Meta hat bislang keinen Termin für einen allgemeinen Start genannt. Für deutsche Nutzer gibt es daher derzeit zwei Fälle: Sie können einen Friends-Post aus einem der drei Testländer erhalten, wenn sie auf der entsprechenden Liste stehen. Eine eigene Threads-Friends-Liste anlegen können sie in Deutschland nach den bisher veröffentlichten Angaben noch nicht.

Die nächsten interessanten Fragen betreffen Moderation, Benachrichtigungen und die Rolle solcher privaten Posts im künftigen Threads-Alltag. Klar ist schon heute: Meta versucht, persönliche Gespräche wieder stärker direkt an den Feed zu binden.

Quellen: Threads-Erklärung zur Testfunktion; Social Media Today, 29. Oktober 2026; Engadget, 29. Oktober 2026; Meta, Threads-Communities und 500-Millionen-Marke; Meta, Einführung von DMs und Gruppenchats.

Symbolbild: Vitaly Gariev / Unsplash. Keine Aufnahme der Threads-Friends-Oberfläche.