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Social Rocket

WPP eröffnet KI-Produktionshub Devon’s Point in London

WPP bündelt in Devon’s Point virtuelle Produktion, GenAI, Postproduktion und Creator-Studios. Der Londoner Hub ist der Auftakt für ein globales Produktionsnetzwerk.

Von Social Rocket Redaktion

Dieser Text wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Quellen sind unten verlinkt.

WPP Devon's Point Produktionshub in East London
WPP

WPP hat am 23. September 2026 in East London seinen neuen Produktionshub Devon’s Point eröffnet. Die 34.000 Quadratfuß große Anlage verbindet klassische Studioproduktion mit virtuellen Sets, generativer KI, Postproduktion und Creator-Infrastruktur. Nach Angaben von WPP ist London nur der erste Standort; vergleichbare Hubs sollen in allen Kontinenten entstehen, in denen WPP Production tätig ist.

Der Schritt ist für Marketingteams vor allem deshalb relevant, weil WPP nicht einfach ein weiteres Studio eröffnet. Die Agenturgruppe baut physische Produktion, KI-Workflows und Distribution enger zusammen – bis hin zu Social-First- und Creator-Content.

Virtuelle Produktion, KI und Creator-Studios unter einem Dach

Devon’s Point wird von WPP Production betrieben, der globalen Produktionseinheit mit nach Unternehmensangaben knapp 10.000 Spezialisten. Vor Ort arbeitet außerdem WPPs Creative-Tech-Team HEX Studio; die Anlage ist direkt an die agentische Marketingplattform WPP Open angebunden.

Das Kernstück ist eine rund 7.000 Quadratfuß große Virtual-Production-Stage mit einer 16 mal 14 Meter großen LED-Umgebung. Dazu kommen modulare Studios, eine Infinity Cove, vier Edit- und Color-Grading-Suiten, professionelle Küchenstudios, Setbau- und Stylingflächen sowie eigene Lagerbereiche für Kundenprodukte.

Für Social- und Creator-Produktion sind separate Live-Streaming-Studios und schnelle Shoot-and-Edit-Flächen vorgesehen. WPP nennt ausdrücklich Live-Streams, Short-Form-Video, Podcasts und andere Social-First-Formate als Einsatzgebiete.

Der interessante Teil ist der Workflow, nicht das Gebäude

Die eigentliche Veränderung liegt weniger in der Quadratmeterzahl als in der Produktionslogik. WPP versucht, physische Drehs, virtuelle Produktion, GenAI und Media-Workflows in einem System zusammenzuführen.

Das passt zu einem breiteren Trend, den wir zuletzt bei Higgsfields KI-Werbeproduktion gesehen haben: Generative Tools wandern aus isolierten Experimenten in reguläre Creative-Prozesse. Auch bei einem AI-Creative-Director-Workflow für Social Content verschiebt sich die Arbeit zunehmend von einzelnen Tools zu verbundenen Systemen mit klaren Freigabe- und Qualitätsstufen.

WPP geht noch einen Schritt weiter und bindet diese digitalen Workflows an reale Produktionskapazitäten. Das ist besonders für Kampagnen interessant, bei denen Produktshots, Creator-Assets, Varianten für Paid Social und klassische Markenfilme parallel entstehen müssen.

Creator-Produktion wird zur Infrastrukturfrage

WPP verknüpft Devon’s Point ausdrücklich mit der wachsenden Creator Economy. Nach Unternehmensangaben, unter Bezug auf IAB-UK-Daten, ist der britische Creator-Markt inzwischen mehr als 1,2 Milliarden Pfund wert und wächst mit 26 Prozent pro Jahr.

Für Marken ist dabei wichtig, Produktion und Distribution getrennt zu betrachten. Creator-Reichweite muss nicht immer Teil des Produktionspakets sein – genau diese Trennung beschreiben wir beim Modell des Ghost Creators. Gleichzeitig entstehen auf der Einkaufsseite zunehmend planbarere Creator-Pakete, etwa über Upfront-ähnliche Modelle im Influencer-Marketing.

Devon’s Point ist damit auch ein Signal an große Werbekunden: Creator-Content soll nicht mehr nur als spontane Social-Produktion behandelt werden, sondern als wiederholbarer Teil eines größeren Produktionssystems.

WPP macht daraus einen globalen Bauplan

Die Londoner Anlage ist Teil von WPPs Elevate28-Strategie, mit der die Gruppe Produktion, Media, Creative und Enterprise Solutions stärker vereinheitlichen will. WPP hat angekündigt, das Hub-Modell international auszurollen.

Für deutsche Marketingteams ist deshalb weniger entscheidend, ob ein Projekt tatsächlich in East London gedreht wird. Relevanter ist, dass große Agenturnetzwerke ihre Produktionsmodelle zunehmend auf mehr Varianten, kürzere Zyklen und KI-gestützte Nachbearbeitung ausrichten. Damit steigt auch der Druck auf interne Teams und kleinere Agenturen, Produktions- und Freigabeprozesse für Social-Content stärker zu systematisieren.

Quellen