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Social Rocket

HOKA macht Strava-Laufdaten zur digitalen Außenwerbung

HOKA verbindet Strava-Daten, digitale Außenwerbung, Paid Social und Creator Marketing: Beim „Run Your City“-Wettbewerb werden echte Laufdaten Teil der Kampagne.

03.09.2026

Digitales Billboard an einer Straße als Symbol für datengetriebene Außenwerbung
Foto: glenn pajarito / Unsplash

HOKA macht die Laufdaten seiner Community direkt zum Werbemittel. Für die neue „Run Your City“-Kampagne treten im September 2026 die fünf New Yorker Boroughs auf Strava gegeneinander an – und ihre gelaufenen Meilen, Pace-Werte und weitere Statistiken fließen in digitale Außenwerbung in der Stadt ein.

Die Kampagne wurde von Jellyfish entwickelt und baut auf HOKAs bestehender Partnerschaft mit Strava auf. Auf digitalen Screens in Times Square, Tribeca, SoHo und Williamsburg sollen die Zwischenstände wöchentlich aktualisiert werden. Parallel verlängern Paid Social, Creator Content und eine Medienpartnerschaft mit Highsnobiety die Challenge ins Netz.

Nutzerdaten werden selbst zum Creative

Der interessante Teil ist weniger die Lauf-Challenge als die Verbindung von Teilnahme und Werbemittel. Die Daten entstehen nicht in einer klassischen Marktforschungs- oder CRM-Datenbank, sondern durch das Verhalten der Community auf Strava. Genau diese Aktivität verändert anschließend die sichtbare Kampagne.

Damit entsteht ein Kreislauf: Menschen laufen, ihre Aktivität verändert den Borough-Vergleich, die aktualisierten Werte erscheinen auf Screens und Social Media und können wiederum zusätzliche Teilnahme auslösen.

Für Social-Media-Teams ist das ein gutes Beispiel dafür, wie Community-Aktivität zum Content-Rohstoff werden kann. Ähnlich wichtig ist die Verknüpfung von Kampagnenidee und klaren Messgrößen – dazu passt unser Guide zu Social-Media-Zielen und KPIs 2026.

Creator und Paid Social verstärken den Wettbewerb

Sechs Creator sollen die fünf Boroughs repräsentieren, ihre eigene Teilnahme dokumentieren und andere Läufer zur Challenge bewegen. Die Inhalte werden zusätzlich über TikTok und Meta ausgespielt.

Damit nutzt HOKA Creator nicht nur als Reichweitenkanal, sondern als Teilnehmer innerhalb derselben Mechanik. Das unterscheidet sich von klassischen Sponsorings, bei denen Creator lediglich ein Produkt in die Kamera halten. Wie sich der Markt für solche Kooperationen verändert, zeigt unser Beitrag zu Creator-Marketing und Preisen 2026.

Die Challenge endet am 3. Oktober mit einem HOKA-Event im McCarren Parkhouse in Brooklyn. Material daraus soll anschließend in einer weiteren Social-Kampagne ausgespielt werden.

Was Marketer aus dem HOKA-Case mitnehmen können

Die Mechanik ist vor allem deshalb interessant, weil HOKA kein neues Nutzerverhalten erfinden muss. Die Zielgruppe läuft ohnehin und viele Teilnehmer erfassen ihre Aktivität bereits in Strava. Die Kampagne macht aus diesem bestehenden Verhalten ein öffentliches Wettbewerbselement.

Für Marken ist das meist belastbarer als ein künstlicher Hashtag-Mechanismus: Je näher eine Aktivierung an einem Verhalten liegt, das die Zielgruppe ohnehin zeigt, desto geringer ist die zusätzliche Hürde zur Teilnahme.

Gleichzeitig bleibt Measurement entscheidend. Reichweite der Screens, Social Views und Creator-Engagement sagen allein noch nicht, ob die Kampagne tatsächlich zusätzliche Läufe, Markenpräferenz oder Verkäufe erzeugt. Genau diese Trennung zwischen Aktivität und Wirkung ist auch bei Social-first-Kampagnen wie Hershey x KATSEYE relevant. Wer Paid Social ergänzend skaliert, findet in unserem Überblick zu TikTok Ads und KI-Automatisierung 2026 den aktuellen Plattformkontext.

Quellen