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Social Rocket

LV8 und Mirage fusionieren: Creator-Content wird zum eigenen TV- und Werbenetz

Velocity Capital beteiligt sich an LV8 und Mirage. Mehr als 70 eigene Content-Kanäle und der Carwow-FAST-Deal zeigen, wie Creator-Agenturen zu Medienunternehmen werden.

Von Social Rocket Redaktion

Dieser Text wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Quellen sind unten verlinkt.

Filmteam bei einer Videoproduktion, Symbolfoto für Creator-Studio-Verträge
Foto: Jakob Owens / Unsplash

Creator-Kampagnen planen und die anschließende Reichweite selbst vermarkten: Diese beiden Geschäftsmodelle rücken zusammen. Die Agenturen LV8 und Mirage bündeln ihre Aktivitäten. Velocity Capital Management steigt als Investor ein, Gründer Griffin Haddrill bleibt Geschäftsführer. Das teilten die Unternehmen am 2. November 2026 mit.

Die Verbindung ist interessanter als eine gewöhnliche Agenturfusion: LV8 arbeitet für Marken an Social-first-Kampagnen und Creator-Kooperationen. Mirage betreibt und vermarktet eigene digitale Verbreitungskanäle. Zusammen entsteht ein Anbieter, der Inhalte nicht nur produziert, sondern über eigene Medienflächen verbreiten und monetarisieren kann.

Mehr als 70 Kanäle statt nur Kampagnenaufträge

Nach der über Business Wire verbreiteten Unternehmensmitteilung verfügt Mirage über mehr als 70 eigene Content-Kanäle auf Social-Plattformen, im Web und im werbefinanzierten Streaming. Das Netzwerk hat nach Unternehmensangaben insgesamt über zwei Milliarden Aufrufe erzielt.

Velocity will die kombinierte Gruppe unter anderem bei weiteren Zukäufen unterstützen. Eine konkrete Bewertung oder Investitionssumme veröffentlichen die Unternehmen nicht. Adweek berichtete am 2. November über eine Finanzierung im hohen zweistelligen Millionenbereich.

Der Aufbau folgt einem nachvollziehbaren Muster: Die Agentur gewinnt Markenbudgets, das Content-Studio bündelt Creator-Inhalte, die eigenen Kanäle schaffen zusätzliche Werbeplätze. Damit lässt sich eine Kampagne länger und über mehr Formate verwerten.

Carwow zeigt, warum YouTube allein nicht mehr das Ende ist

Ein konkretes Beispiel liefert Mirages Partnerschaft mit Carwow. Ende Juni kündigten beide Unternehmen einen eigenen, kostenlosen und werbefinanzierten Carwow-Kanal bei Samsung TV Plus an. Die Auto-Videos von Moderator Mat Watson wechseln damit vom Smartphone und YouTube auch auf den Fernseher. Carwow ist ebenfalls auf dem deutschen Markt aktiv.

Laut der gemeinsamen Pressemitteilung vom 29. Juni 2026 erreicht Carwows YouTube-Netzwerk über 14 Millionen Abonnenten auf sechs regionalen Kanälen. Mirage beschreibt ein Netzwerk mit mehr als 300 Creator-Partnerschaften. Mit FAST (Free Ad-Supported Streaming Television) bekommt der bestehende Videokatalog ein weiteres werbefinanziertes Schaufenster.

Damit fügt sich der Deal in den breiteren Wandel, den wir bereits bei YouTube als TV-Kanal beschrieben haben: Creator-Inhalte konkurrieren auch auf dem großen Bildschirm um Werbezeit.

Was sich für Marken und Creator verändert

Für Werbekunden verschiebt sich die Buchung von einzelnen Influencer-Posts hin zu Paketen aus Kreation, Distribution und vermarktbarer Reichweite. In Angeboten werden deshalb Nutzungsrechte, Wiederveröffentlichung, garantierte Ausspielung und Reporting wichtiger. Genau diese Planbarkeit steckt auch hinter den neuen Creator-Upfronts für Werbedeals.

Creator wiederum können aus älteren Videos zusätzliche Erlöse erzielen, wenn Lizenzierung und Beteiligung sauber geregelt sind. Für Agenturen entsteht aber auch ein Interessenkonflikt: Wer gleichzeitig die Kanäle besitzt und die Kampagne bewertet, sollte seine Leistungsdaten transparent machen.

Die LV8-Mirage-Verbindung ist Teil einer größeren Konsolidierung der Creator-Branche. Auch die Übernahme von Get Engaged durch SAMY steht für den Ausbau internationaler Creator-Dienstleistungen. Bei LV8 kommt noch eine entscheidende Ebene hinzu: eigene Medienreichweite statt bloßer Vermittlung.

Quellen: Unternehmensmitteilung über Business Wire, 2. November 2026 · Mirage und Carwow, 29. Juni 2026 · Adweek, 2. November 2026