Zum Inhalt springen
Social Rocket

Pinterest Visual Search Ads: Performance+ bekommt Optimization Score

Pinterest kombiniert Visual Search Ads mit einem neuen Campaign Optimization Score. Das Ads-Manager-Signal bewertet Setup, Creative-Mix und Datenbasis – als Diagnosehilfe, nicht als Performance-Garantie.

Von Social Rocket Redaktion

Dieser Text wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Quellen sind unten verlinkt.

Pinterest Ads Manager mit Campaign Optimization Score von 90 Punkten
Pinterest

Pinterest erweitert sein Werbegeschäft um Visual Search Ads und legt bei Performance+ direkt nach. Das neue Anzeigenformat platziert Ads in visuellen Suchergebnissen und in der vergrößerten Pin-Ansicht. Seit dem 21. September 2026 ergänzt Pinterest außerdem einen Campaign Optimization Score im Ads Manager, der Kampagnen anhand von Plattform-Best-Practices bewertet und konkrete Optimierungsvorschläge macht.

Nach Angaben des Unternehmens finden auf Pinterest inzwischen mehr als 80 Milliarden Suchanfragen pro Monat statt. Die Mehrheit davon sei visuell, mehr als die Hälfte habe einen kommerziellen Kontext. Visual Search Ads sollen genau diese Phase zwischen Inspiration, Vergleich und Kaufentscheidung monetarisieren.

Visual Search Ads gehen in allen Ad-Märkten in die Beta

Laut offizieller Pinterest-Ankündigung werden Visual Search Ads für berechtigte Werbekunden in allen Pinterest-Werbemärkten als Beta ausgerollt. Das Format unterstützt Lower-Funnel-Ziele und ist mit Pinterest Performance+ kompatibel.

Für Händler ist das relevant, weil Pinterest visuelle Suche damit stärker wie einen eigenen Performance-Kanal behandelt. Statt nur Keywords oder Interessen zu buchen, können Marken näher an einem konkreten visuellen Suchmoment auftauchen: etwa wenn Nutzer eine Tasche, ein Möbelstück oder einen Stil auswählen und ähnliche Produkte vergleichen.

Der bestehende Srocket-Guide zu Pinterest Shopping Ads und Performance+ erklärt, welche Basis dafür bereits stehen sollte: sauberer Produktkatalog, Conversion-Tracking und belastbare Commerce-Signale.

Neu: Campaign Optimization Score bewertet Performance+-Setups

Mit dem neuen Campaign Optimization Score zeigt Pinterest direkt im Ads Manager, wie stark eine Kampagne laut Plattform mit bewährten Performance-Praktiken übereinstimmt. Der Score erscheint beim Erstellen, Bearbeiten und Duplizieren von Kampagnen und wird durch konkrete Empfehlungen ergänzt.

Pinterest nennt drei zentrale Bereiche: Campaign Setup, Creative Mix und Signal Strength. Dazu gehören etwa die vollständige Nutzung von Performance+, breitere Produkt- und Creative-Sets, ausreichend Conversion-Signale sowie weniger unnötig enge Zielgruppen.

Wichtig: Pinterest sagt, höhere Scores korrelierten mit besserer Kampagnenleistung. Das ist keine Garantie und kein unabhängiger Kausalnachweis. Der Score sollte deshalb als Diagnose- und Priorisierungshilfe verstanden werden, nicht als Ersatz für eigene Conversion-, Umsatz- oder Incrementality-Messung.

Die offizielle Pinterest-Business-Anleitung empfiehlt unter anderem mindestens drei Anzeigenformate pro Ad Group und möglichst fünf oder mehr unterschiedliche Ads, damit die Optimierung mehr Signale zur Verfügung hat.

Performance+ bekommt Priority Products und A/B-Tests

Pinterest erweitert parallel seine automatisierte Werbesuite. Mit Priority Products können Händler bestimmte Produkte für saisonale Aktionen, Launches oder Kategorien priorisieren, ohne die restliche Performance+-Automatisierung komplett aufzugeben.

Neu sind außerdem Self-Service-A/B-Tests. Werbetreibende sollen Creative, Targeting und Kampagnenstrategien damit direkt innerhalb von Pinterest systematischer gegeneinander testen können. Für Mobile-Marketer kommt zusätzlich ein eigenes App-Promotion-Ziel, das global mit qualifizierten Werbekunden in der Beta läuft.

Pinterest nennt dabei ein Beispiel, in dem ein Advertiser den Cost per Install gegenüber bisherigen Workarounds um bis zu 85 Prozent verbessert habe. Das ist ein einzelner Plattform-Case und kein allgemeiner Performance-Benchmark.

Restyle bringt generative KI in die Produktsuche

Auch auf der Nutzerseite baut Pinterest seine KI-Funktionen aus. Restyle startet zunächst in den USA und Kanada als Beta. Nutzer können ein Foto eines Raums hochladen und ihn mit Pinterest Intelligence neu gestalten lassen, um unterschiedliche Looks und Ideen zu vergleichen.

Für Marketer ist das deshalb interessant, weil Pinterest generative KI nicht nur als Content-Tool positioniert. Restyle verbindet ein eigenes Foto, visuelle Inspiration und mögliche Produktentscheidungen in einem einzigen Ablauf. Genau an dieser Schnittstelle sollen Visual Search Ads zusätzliche kommerzielle Reichweite schaffen.

Wie stark Shopping-Journeys inzwischen zwischen Social, Suche und KI wechseln, zeigt auch unsere Analyse zu Social Search und GenAI im Kaufprozess.

Was deutsche Werbetreibende jetzt vorbereiten sollten

Visual Search Ads und Optimization Score greifen ineinander: Pinterest schafft neue kaufnahe Placements und gibt Werbetreibenden gleichzeitig mehr automatisierte Hinweise darauf, ob ihr Setup genug Creatives, Produkte und Signale für die Optimierung liefert.

Für deutsche Händler lohnt es sich deshalb, Produktfeeds, mobile Landingpages und Conversion-Tracking zu prüfen, bevor neue Placements skaliert werden. Der Score kann dabei helfen, offensichtliche Setup-Lücken zu finden. Entscheidend bleibt aber, ob die vorgeschlagenen Änderungen auch bei Kosten pro Conversion, Umsatz und Incrementality funktionieren.

Gleichzeitig bleibt die Zielgruppenlogik wichtig. Der aktuelle Pinterest Men’s Trend Report zeigt zum Beispiel, wie stark einzelne Nutzergruppen über Such- und Save-Verhalten sichtbar werden.

Quellen