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Social Rocket

Snapchat macht Werbewachstum zur Top-Priorität: Creator und KI sollen liefern

Snap erklärt schnelleres Werbewachstum zur wichtigsten Geschäftspriorität nach Safety. Creator Ads, generative KI und Shopping sollen Snapchat bis 2027 stärker zum Sales-Kanal machen.

Von Social Rocket Redaktion

Dieser Text wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Quellen sind unten verlinkt.

Person nutzt ein Smartphone – Symbolbild für Snapchat, Creator und Social-Media-Werbung
Foto: freestocks / Unsplash

Snapchat will sein Werbegeschäft deutlich schneller ausbauen. CEO Evan Spiegel erklärt in einem Brief zum 15-jährigen Bestehen des Unternehmens, dass Wachstum der Werbeerlöse nach Safety die wichtigste Geschäftspriorität von Snap sei. Creator Ads, generative KI und mehr Shopping-Funktionen sollen dabei zentrale Rollen spielen.

Der Druck dahinter ist nachvollziehbar: Snap meldete für das zweite Quartal 2026 zwar 1,599 Milliarden US-Dollar Gesamtumsatz, 19 Prozent mehr als im Vorjahr. Spiegel beziffert das Wachstum der Werbeerlöse im jüngsten Quartal jedoch auf nur 9 Prozent. Gleichzeitig erreicht Snapchat nach Unternehmensangaben 971 Millionen monatlich und 493 Millionen täglich aktive Nutzer.

Kleine und mittlere Unternehmen werden wichtiger

Mehr als 30 Prozent der Werbeerlöse stammen laut Spiegel inzwischen von kleinen und mittleren Unternehmen. Snap will den Zugang zur Plattform deshalb weiter vereinfachen und die Performance seiner Anzeigen stärker automatisieren.

Dazu passt der jüngste Ausbau der Messinfrastruktur: Snapchat hat gerade Unified Attribution weltweit für App-Werber ausgerollt, damit Signale von AppsFlyer und Adjust direkter in Reporting und Kampagnenoptimierung einfließen können.

Snap denkt über „generative advertising“ nach

Spiegel beschreibt außerdem eine deutlich weitergehende KI-Vision. Snapchat soll multimodale Signale besser verstehen, um Nutzerinteressen und Kaufabsichten abzuleiten und passende Unternehmen oder Produkte vorzuschlagen. Er bezeichnet diesen Ansatz als „generative advertising“.

Wichtig: Das ist derzeit vor allem eine strategische Zielbeschreibung und kein bereits vollständig ausgerolltes neues Anzeigenformat. Snap will die Werbelogik langfristig stärker vom einzelnen verfügbaren Anzeigeninventar lösen und stattdessen beim Bedarf des Nutzers beginnen.

Die Richtung ähnelt dem größeren Trend zu KI-gestützter Ausspielung und Automatisierung, der auch bei anderen Plattformen sichtbar ist. Bei Meta etwa wachsen gleichzeitig KI-Creatives und automatisierte Attribution.

Creator Ads sollen mehr Aufmerksamkeit bringen

Creator sind der zweite große Hebel. Snap zufolge sind mittlerweile mehr als 300.000 Creator dafür qualifiziert, mit Marken auf der Plattform zusammenzuarbeiten. In einer von Snap zitierten Studie liefen Creator Ads im Durchschnitt 25 Prozent länger und erzeugten 16 Prozent mehr aktive Aufmerksamkeit als vergleichbare Standard-Branding-Anzeigen.

Diese Werte sind Unternehmensangaben und keine allgemeingültige Benchmark. Sie passen aber zu einer Entwicklung, die wir auch außerhalb von Snapchat sehen: Marken trennen Creator-Produktion zunehmend von klassischem Influencer-Reichweiteneinkauf. Unser Beitrag zu Ghost Creators und „Creator as a Service“ zeigt, warum dieser Markt gerade professioneller und stärker performanceorientiert wird.

Bis Ende 2027 soll Snapchat stärker zum Sales-Kanal werden

Spiegel formuliert ein konkretes Ziel: Bis Ende 2027 sollen Unternehmen Snapchat nicht mehr nur als Werbeplattform, sondern stärker als Vertriebskanal wahrnehmen. Produkte sollen leichter auffindbar und teilbar werden; relevante organische Produktinhalte könnten zugleich stärker ausgespielt werden.

Auch Spotlight steht dabei auf der Agenda. Snap will die Monetarisierung des Kurzvideo-Feeds verbessern und die Erlöslücke gegenüber Stories schließen. Für Marken bedeutet das: Snapchat arbeitet gleichzeitig an Discovery, Creator-Inventar, Messung und Commerce – also an deutlich mehr als nur zusätzlichen Ad-Formaten.

Dass Creator-Effizienz dabei stärker hinterfragt wird, zeigt auch unsere Analyse zu Preisen und Messproblemen im Creator Marketing.

Was Marketer daraus mitnehmen sollten

Kurzfristig ändern sich Kampagnen-Setups durch Spiegels Brief nicht automatisch. Die wichtigsten Aussagen sind strategische Prioritäten, nicht alles davon ist bereits als Produkt verfügbar. Relevant ist aber die Richtung: Snap will seine große junge Nutzerschaft stärker in messbare Nachfrage übersetzen und Creator, KI und Shopping enger miteinander verbinden.

Für Media-Teams lohnt es sich deshalb vor allem, konkrete Produkt-Rollouts von der langfristigen Vision zu trennen – und neue Snapchat-Funktionen an echten Sales- und Incrementality-KPIs zu messen statt nur an Reichweite oder Views.

Quellen