The Trade Desk richtet seine Programmatic-Plattform Kokai mit der Version Zuma stärker auf Agentic AI und Measurement aus. Der Schritt fällt in das zehnte Börsenjahr des Unternehmens und zeigt, wohin sich die unabhängige DSP technologisch bewegen will.
Koa bekommt spezialisierte Agents
Zuma ergänzt einen neuen Koa Assistant und spezialisierte Agents für Kampagnenerstellung, Zielgruppen, Troubleshooting und Performance-Analyse. Die KI soll Media-Teams bei wiederkehrenden Aufgaben unterstützen und Optimierungsvorschläge schneller in konkrete Workflows übersetzen.
Damit wird Agentic AI zunehmend Teil des eigentlichen Media-Buying-Interfaces. Das passt zu unserem Überblick zu KI im Media Buying und zur wachsenden Automatisierung von Werbeausgaben.
Measurement wird enger mit Optimierung verzahnt
Neben der KI-Oberfläche erweitert The Trade Desk auch Conversion Lift, Reporting und den Report Builder. Ziel ist, Kampagnenwirkung schneller zu bewerten und Optimierungen direkt aus Messsignalen abzuleiten.
The Trade Desk nennt für eine eigene Plattformanalyse mit 62 Kampagnen im Mittel bessere CPA-Ergebnisse mit der aktualisierten Koa-Optimierung. Da die Daten vom Anbieter selbst stammen, sind sie als Produktbenchmark und nicht als allgemeines Leistungsversprechen zu lesen.
Die Richtung ähnelt Entwicklungen im Creative-Bereich: Kroger testet KI-Creative-Scoring mit Conversion-Daten, während Runway Creative-Produktion und Kampagnendaten in einem Agenten-Workflow zusammenführt.
Warum das für Marketer relevant ist
Programmatic-Plattformen konkurrieren zunehmend darüber, wie viel operative Arbeit ihre KI übernimmt und wie nachvollziehbar die daraus entstehenden Entscheidungen bleiben. Für Werbetreibende werden deshalb nicht nur Automatisierungsgrad und Geschwindigkeit wichtig, sondern auch Kontrolle, Messlogik und Transparenz.
Zuma zeigt genau diese Verschiebung: KI wird vom Empfehlungslayer zur Bedienebene, während Measurement enger in den Optimierungsprozess rückt.
