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WM-Boom treibt Premier-League-Werbung in den USA kaum an

Trotz starkem Fußballinteresse nach der WM bleibt die Nachfrage nach Premier-League-Werbung in den USA laut Media-Buyern weitgehend stabil. Die Zahlen zeigen: Sport-Buzz überträgt sich nicht automatisch auf Media-Budgets.

Von Social Rocket Redaktion

Dieser Text wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Quellen sind unten verlinkt.

Fußballfans in einem voll besetzten Stadion
Foto: Krzysztof Dubiel / Unsplash

Der Fußball-Boom nach der Weltmeisterschaft sorgt in den USA nicht automatisch für mehr Werbebudget rund um die Premier League. Mehrere von Digiday befragte Media-Buyer berichten, dass die Nachfrage nach Premier-League-Inventar stabil, aber nicht sprunghaft gestiegen ist.

Das ist bemerkenswert, weil die englische Liga in den USA zuletzt klar gewachsen ist. NBC Sports meldete für die Saison 2025/26 im Schnitt 535.000 Zuschauer pro TV-Match-Window auf NBC und USA Network, fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Spiel zwischen Manchester City und Arsenal erreichte über NBC, Peacock, Telemundo und digitale Plattformen sogar 2,6 Millionen Zuschauer.

Mehr Publikum heißt nicht automatisch mehr Adspend

Digiday beschreibt einen entscheidenden Unterschied zwischen einem globalen Großereignis und einer laufenden Liga. Marken können die Weltmeisterschaft als einmaliges Reichweitenereignis einkaufen. Die Premier League dagegen verteilt sich über viele Monate, unterschiedliche Anstoßzeiten und ein deutlich komplexeres Fan- und Rechteumfeld.

Hinzu kommt: Wer Fußballfans erreichen will, hat inzwischen viele Alternativen. Neben Premier League und MLS konkurrieren Champions League, internationale Turniere und andere Sportrechte um dieselben Budgets. Einige Werbekunden reservieren deshalb nicht pauschal mehr Geld für „Fußball“, sondern bewerten jedes Rechtepaket separat.

Für deutsche Marketer ist die US-Entwicklung vor allem als Media-Planungs-Lektion interessant. Ein Reichweiten- oder Kulturmoment rund um ein Turnier erzeugt nicht automatisch einen Halo-Effekt für jede angrenzende Liga oder Plattform. Entscheidend bleibt, ob Zielgruppe, Nutzungssituation und Werbeprodukt zum Kampagnenziel passen.

Social wächst trotzdem deutlich

NBCs eigene Zahlen zeigen gleichzeitig, dass die digitale Fußballnutzung weiter zunimmt. Die Social-Kanäle des Senders erzielten in der Saison 2025/26 17 Prozent mehr Impressions, 24 Prozent mehr Video-Views und 42 Prozent mehr Shares als im Vorjahr.

Damit ähnelt Fußball zunehmend anderen Sport-Marketing-Modellen, bei denen TV-Rechte, Social Content, Creator und Plattformpartnerschaften parallel monetarisiert werden. Die NFL baut ihre TikTok-Partnerschaft beispielsweise deutlich aus, während Marken wie Lowe’s NFL-Spieler gezielt als Macro-Influencer einsetzen. Auch Cheez-It verbindet College Football mit einer fortlaufenden Social-Serie.

Der zentrale Punkt: Faninteresse allein ist noch kein Media-Budget. Rechteinhaber und Plattformen müssen daraus ein klar messbares Werbeprodukt mit eigener Zielgruppe und eigenem Nutzen machen.

Quellen