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Social Rocket

YouTube-KI-Studie: 72 % der befragten Video-Poster nutzen KI

Laut YouTube verwenden 72 % der befragten Video-Poster KI für Bilder oder Videos. Warum die Stichprobe begrenzt ist und was Marken daraus lernen können.

Von Social Rocket Redaktion

Dieser Text wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Quellen sind unten verlinkt.

Symbolbild: Videoproduktion mit Kamera und rotem sowie blauem Licht – KI als Werkzeug für Creator
Foto: Jakob Owens / Unsplash

72 Prozent der in einer YouTube-Studie befragten Video-Poster zwischen 14 und 44 Jahren geben an, KI bei der Arbeit an Videos oder Bildern zu nutzen. Der Befund stammt aus dem am 20. Oktober 2026 veröffentlichten Culture-&-Trends-Report „Human Creativity and AI“. Die Zahl steht jedoch für eine abgegrenzte Befragungsgruppe, nicht für sämtliche YouTube-Creator oder die deutsche Bevölkerung.

Was die 72 Prozent messen – und was nicht

YouTube befragte gemeinsam mit NRG online aktive Menschen im Alter von 14 bis 44 Jahren und untersuchte zusätzlich generative Videotrends. Die offizielle Fußnote nennt für eine zugrunde liegende US-Umfrage aus April 2026 ein Sample von 694 Personen. Die Prozentzahl bezieht sich auf Befragte, die selbst Videos veröffentlichen, und auf KI-Einsatz bei Videos oder Bildern – nicht ausschließlich auf durch KI generierte Videos.

Ebenfalls interessant: Mehr als zwei Drittel der Befragten, die KI-Videos posten, hatten sich laut YouTube bereits selbst in solchen Inhalten dargestellt. 61 Prozent der befragten Video-Poster gaben Interesse daran an, sich durch KI in Inhalte einzufügen. Das sind Selbstauskünfte und keine gemessenen Conversion-Raten, keine repräsentativen Aussagen über deutsche Creator und auch kein Beleg für die gesamte YouTube-Nutzerschaft.

Der wichtigere Trend: KI als Erweiterung der eigenen Persönlichkeit

Für Social-Media-Teams steckt die interessante Erkenntnis nicht allein in der Nutzungsquote. YouTube beschreibt Formate, die mit der Identität eines Menschen verbunden bleiben – etwa Videos, in denen Erwachsene auf KI-animierte Versionen ihres jüngeren Selbst treffen, sowie KI-Visualisierungen für Cosplay, Modeentwürfe oder Fantasiewelten. Die Technik dient hier als Produktionsmittel für persönliche Geschichten und Nischeninteressen, nicht als Ersatz für eine erkennbar menschliche Perspektive.

Marken sollten deshalb nicht pauschal mehr KI-Assets verlangen. Entscheidender ist, warum ein bestimmtes Format Zuschauer anspricht: Gibt es eine echte Erfahrung, nachvollziehbare Urheberschaft, einen Community-Bezug und einen eigenständigen Blickwinkel? Welche Aufgaben KI in Creator-Workflows bereits übernimmt, ist dafür ein nützlicher Vergleich.

Drei sinnvolle Tests für Creator- und Brand-Teams

Kreation: Eine Version des Contents mit klassischer Produktion gegen eine mit KI-unterstützten Szenen testen, aber Story, Veröffentlichungszeitpunkt und Zielgruppe möglichst konstant halten. Die Dauer der Produktion, Freigabezyklen und tatsächliche Zuschauerbindung dokumentieren.

Vertrauen: KI-generierte Personen, Markenmotive, Stimmen oder nachgebaute Szenen auf Einwilligungen, Nutzungsrechte und Plattformkennzeichnung prüfen. Dass der Trend populär ist, begründet keine freie Nutzung fremder Identitäten.

Erfolg: Views allein sind wenig aussagekräftig; Kommentare, wiederkehrende Zuschauer, qualifizierte Leads und bei bezahltem Content inkrementelle Wirkung liefern mehr Kontext. Der YouTube-Bericht zum Zusammenspiel von Nischen und Mainstream und unsere Einordnung der Gen-Alpha-Perspektive auf KI-Werbung zeigen, weshalb große Reichweite und glaubwürdiger Community-Mehrwert nicht identisch sind.

Fazit: Die YouTube-Zahlen weisen auf eine verbreitete KI-Assistenz in einer bestimmten Creator-Stichprobe hin. Für die deutsche Marketingpraxis sind keine globalen KI-Pflichtquoten ableitbar. Das aussichtsreichere Experiment ist, generative Werkzeuge einzusetzen, ohne kreative Identität und transparente Kommunikation einzubüßen.

Quellen: YouTube Culture & Trends, „Human Creativity and AI“ (20.10.2026); Social Media Today, Einordnung (21.10.).

Symbolbild: Jakob Owens / Unsplash.