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Kroger: Retail-Media-Gewinn wächst um 24 Prozent

Kroger Precision Marketing steigert den Gewinn im zweiten Quartal 2026 um 24 Prozent. Der Händler verbindet Retail-Daten zunehmend mit YouTube, TikTok, CTV und eigenen Commerce-Flächen.

Von Social Rocket Redaktion

Dieser Text wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Quellen sind unten verlinkt.

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The Kroger Co.

Kroger baut sein Werbegeschäft weiter aus: Der Gewinn von Kroger Precision Marketing stieg im zweiten Quartal 2026 um 24 Prozent. Das bestätigte der US-Händler in seinen Quartalszahlen vom 11. September. Gleichzeitig legten die bereinigten E-Commerce-Umsätze um 20 Prozent zu.

Für Marketer ist daran weniger die einzelne Zahl spannend als die Richtung: Retail Media wird bei Kroger vom zusätzlichen Werbeinventar zu einem immer stärker integrierten Geschäft aus First-Party-Daten, Commerce, Social, CTV und Programmatic.

Bestes Retail-Media-Gewinnwachstum seit 2021

Nach Angaben von CEO Greg Foran im Earnings Call war das Plus von 24 Prozent das stärkste Gewinnwachstum des Retail-Media-Geschäfts seit 2021. Digiday berichtet zudem, dass die Media-Monetarisierung im Jahresvergleich um 88 Basispunkte gestiegen sei.

Dass Retail Media in der Ergebnispräsentation so prominent auftaucht, zeigt, wie stark sich das Geschäftsmodell großer Händler verändert. Werbedaten und Media-Inventar werden nicht mehr nur als Nebenprodukt des Handels betrachtet, sondern als eigene Ertragssäule.

Kroger verbindet Einkaufsdaten mit YouTube

Ein wichtiger Baustein ist die Verbindung von Handelsdaten mit externen Plattformen. Seit März können Werbetreibende Kroger-Zielgruppen über Googles Display & Video 360 auf YouTube und YouTube TV aktivieren. Laut Kroger Precision Marketing umfasst die Kooperation SKU-genaue Retail-Conversion-Messung für YouTube-Kampagnen.

Damit versucht Kroger, Brand-Reichweite und tatsächlich gemessene Verkäufe enger zusammenzuführen. Genau diese Verbindung ist einer der Gründe, warum Retail Media für klassische Media-Budgets attraktiver wird.

Auch TikTok wird Teil des Retail-Media-Stacks

Im Juni folgte eine Self-Service-Kooperation mit TikTok. Marken können dort Kroger-Zielgruppen auf Basis von Einkaufsdaten in TikToks Werbeplattform ansprechen.

Kroger beschreibt seine Zielgruppen als aus Millionen täglichen In-Store- und Online-Käufen abgeleitet. Die größere Datenbasis von Kroger Precision Marketing umfasst nach Unternehmensangaben Kaufdaten aus mehr als 62 Millionen Haushalten.

Damit verschiebt sich Retail Media deutlich über klassische Sponsored Products hinaus. Social, Video, CTV und Programmatic werden mit Transaktionsdaten verbunden und sollen anschließend wieder auf reale Verkäufe zurückgeführt werden.

Der Handel wird zur Werbeplattform

Kroger ist mit dieser Strategie nicht allein. Walmart baut Walmart Connect ebenfalls über klassische Retail-Media-Platzierungen hinaus und erweitert parallel Scintilla um Marketplace-Daten und stärkere KI-Funktionen.

Auch außerhalb des klassischen Onlinehandels entstehen vergleichbare Modelle. Das Simon Media Network verbindet Shoppingcenter, Standortdaten und Offsite-Werbung. Und bei Instacart zeigt der neue KI-Shopping-Assistent Clementine, wie eng Commerce, Media und KI-gestützte Produktsuche zusammenrücken.

Für Marken entsteht dadurch ein zunehmend fragmentierter, aber messbarer Media-Mix: Händler liefern die Kaufdaten, Plattformen die Reichweite und Retail-Media-Netzwerke versuchen, beides über Attribution und Closed-Loop-Messung zusammenzuführen.

Was die 24 Prozent für Marketer bedeuten

Das Kroger-Wachstum ist vor allem ein Signal dafür, dass Retail Media weiter aus dem Onsite-Banner-Korsett herauswächst. Für Werbetreibende werden Netzwerke interessant, wenn sie nicht nur Reichweite verkaufen, sondern Zielgruppen, Aktivierung und Kaufmessung kanalübergreifend verbinden.

Die entscheidende Frage lautet deshalb weniger, ob eine Anzeige auf Kroger.com, TikTok oder YouTube läuft. Wichtiger wird, ob der Händler seine First-Party-Daten sauber aktivieren kann und ob sich die Wirkung anschließend bis zum tatsächlichen Einkauf nachvollziehen lässt.

Quellen