Zum Inhalt springen
Social Rocket

Pinterest öffnet Programmatic Ads über Magnite – Deutschland noch nicht dabei

Pinterest macht ausgewählte Video- und Displayanzeigen über Magnite, Amazon Ads, DV360 und Yahoo DSP buchbar. Der neue Zugang startet außerhalb Europas; Testzahlen sind kein Umsatzbeweis.

Von Social Rocket Redaktion

Dieser Text wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Quellen sind unten verlinkt.

Offizielles Pressebild Pinterest Programmatic Deals mit Partnerlogos Magnite, Amazon Ads und Google
Pinterest

Pinterest hat am 26. Oktober 2026 seine Programmatic Deals für ausgewählte Display- und Video-Werbeflächen allgemein freigegeben. Große Werbekunden können Pinterest-Inventar damit über bestehende Mediaeinkaufssysteme buchen. Für deutsche Kampagnen ist die wichtigste Einschränkung der Startregionen entscheidend: Pinterest nennt Nordamerika, Südamerika und den asiatisch-pazifischen Raum – nicht Europa.

Was sich beim Einkauf tatsächlich ändert

Auf der Angebotsseite übernimmt Magnite die Rolle des wichtigsten Supply-Side-Partners (SSP). Auf der Nachfrageseite nennt Pinterest Amazon Ads DVA+, Google Display & Video 360 (DV360) und die Yahoo DSP. In Lateinamerika und Asien-Pazifik nutzt Pinterest zusätzlich Google Ad Manager als Sell-Side-Partner. Adweek berichtet, dass auch Private Marketplaces, Preferred Deals und Programmatic Guaranteed zu den möglichen Transaktionswegen zählen.

Neu ist vor allem der Zugang über bestehende Programmatic-Workflows: Einkaufs- und Messprozesse für verschiedene Medien können zusammenlaufen. Das bedeutet nicht, dass sämtliche Pinterest-Anzeigen oder Zielgruppensignale über jede DSP identisch verfügbar wären. Konditionen, Marktfreigaben und verfügbare Placements müssen Werbekunden je Partner prüfen.

Der Schritt erweitert eine ältere Beziehung: Bereits 2023 öffnete Pinterest seinen Anzeigenmarkt für Amazon als ersten Drittanbieter. Die neue Ankündigung skaliert diesen Ansatz auf weitere Einkaufssysteme.

Was die Moroccanoil-Zahlen belegen – und was nicht

Als Praxisbeispiel nennt Pinterest eine Moroccanoil-Kampagne vom Juni 2026 über Amazon Ads und Magnite. Laut Unternehmensangaben brachte Pinterest 15 Prozent zusätzliche Reichweite bei 1 Prozent Zielgruppenüberschneidung. Unter Käufern, deren Kaufweg Pinterest einschloss, habe es 63 Prozent mehr für die Marke neue Käufer gegeben. Der Vergleichsmaßstab ist in der kurzen Fallstudie nicht hinreichend erläutert. Die Klickrate habe 20 Prozent über dem bisherigen Durchschnitt der Video- und Displaykampagnen der Marke gelegen.

Das sind interessante Kampagnenwerte, aber kein unabhängig bestätigter inkrementeller Umsatz-Lift. Die Zahlen nennen im veröffentlichten Beispiel keine randomisierte Kontrollgruppe. Insbesondere Nutzer, deren Kaufweg Pinterest einschließt, sind nicht automatisch von Pinterest zum Kauf bewegt worden. Für Budgetentscheidungen zählen deshalb zusätzlich Holdout-Tests, einheitliche Conversion-Fenster und die tatsächlich erreichte Zielgruppe.

Warum Pinterest für den Media-Mix relevant ist

Pinterest meldet aktuell 640 Millionen monatlich aktive Nutzer und mehr als 80 Milliarden Suchanfragen pro Monat. Mehr als die Hälfte der Suchen sei kommerziell geprägt, über 96 Prozent der Textsuchen enthielten keine Markennamen. Das ist ein anderes Umfeld als ein rein auf Kontakte oder Videoaufrufe optimierter Feed: Nutzer suchen vielfach nach Ideen und noch nicht festgelegten Produkten. Die Zahlen stammen von Pinterest und sind keine garantierte Kampagnenreichweite.

Für die Einordnung lohnt sich der Blick auf die bestehenden Pinterest Visual Search Ads und die praktische Pinterest-Black-Friday-Checkliste. Anders als der neue Programmatic-Zugang betreffen diese Angebote den regulären Pinterest-Werbealltag. Auch beim Einkauf über externe DSPs bleiben Gebühren und Transparenz im Mediaeinkauf ein wichtiger Prüfpunkt.

Was deutsche Marketingteams jetzt tun sollten

Wer US- oder andere freigegebene Märkte bewirbt, kann Verfügbarkeit, Deal-Typ, Targeting, Messzugang und SSP-/DSP-Kosten direkt mit dem jeweiligen Mediaeinkaufspartner abstimmen. Für ausschließlich deutsche Ausspielung ergibt sich aus der Ankündigung noch keine bestätigte Buchungsmöglichkeit. Ein Termin für Europa wurde nicht genannt.

Quellen: Offizielle Pinterest-Ankündigung vom 26. Oktober 2026, Pinterest/Amazon-Vereinbarung von 2023, Adweek-Bericht (teilweise Paywall).