Zum Inhalt springen
Social Rocket

SharkNinja und McLaren: Fünf Jahre Formel 1 als Social-Media-Strategie

SharkNinja und McLaren vereinbaren fünf Jahre Sponsoring. Fahrer-Content, Fan-Events, F1 Academy und gemeinsame Produktentwicklung zeigen, wie Sportmarketing funktioniert.

Von Social Rocket Redaktion

Dieser Text wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Quellen sind unten verlinkt.

SharkNinja und McLaren Racing präsentieren ihre Formel-1-Partnerschaft
McLaren Racing / SharkNinja

Haushaltsgeräte und Formel 1 passen auf den ersten Blick kaum zusammen. SharkNinja macht daraus eine mehrjährige Marketingstrategie: Seit September 2026 ist der Hersteller offizieller Partner von McLaren Racing. Der Vertrag umfasst nicht nur das Formel-1-Team, sondern auch IndyCar, die F1 Academy und das Langstreckenprogramm. Statt Rennsport lediglich als Werbefläche zu buchen, erhält SharkNinja Zugriff auf Fahrer, Fan-Events, gemeinsame Inhalte und sogar McLarens Ingenieurswissen.

Laut einem Interview mit Digiday vom 30. Oktober ist das Engagement auf fünf Jahre ausgelegt. Den Start hat SharkNinja bewusst vorgezogen: Die Zusammenarbeit begann schon am 15. September, mitten in der laufenden Saison.

Warum die Formel 1 für Alltagsmarken attraktiv geworden ist

Die jüngsten offiziellen F1-Zahlen nennen mehr als 830 Millionen Fans weltweit. 43 Prozent sind jünger als 35 Jahre, 42 Prozent weiblich. Die Serie ist damit längst mehr als ein klassisches Motorsportumfeld: Fahrerclips, Team-Einblicke, Memes und Fan-Communitys halten Gespräche zwischen den Rennen am Laufen.

Die globale F1-Fanbefragung 2025 liefert einen weiteren Hinweis auf den kommerziellen Wert dieser Community: 61 Prozent der befragten Fans beschäftigen sich täglich mit F1-Inhalten, 76 Prozent finden, dass Sponsoren das Erlebnis bereichern. Etwa jeder Dritte gab an, Produkte von F1-Partnern eher in Betracht zu ziehen. Die Werte stammen aus einer Befragung engagierter Fans und beschreiben deren Haltung, nicht die Kaufquote der Gesamtbevölkerung.

Für eine Marke wie SharkNinja entsteht daraus ein Zugang zu Zielgruppen, die sich über klassische Staubsauger- oder Küchengerätewerbung nur schwer emotional erreichen lassen.

Vier Rechtepakete statt eines Logos auf dem Rennwagen

Die offizielle SharkNinja-Mitteilung vom 15. September macht deutlich, wie breit das Sponsoring angelegt ist:

  • Fahrerpersönlichkeiten: Lando Norris, Oscar Piastri und der frühere Weltmeister Mika Häkkinen sind für Content-Kooperationen vorgesehen. Hinzu kommen Fahrerinnen aus der F1 Academy.
  • Erlebnisse vor Ort: Aktivierungen an ausgewählten Rennwochenenden, Fan-Veranstaltungen und exklusive Einblicke schaffen Material für Social Media und eigene Markenkanäle.
  • Mehrere Rennserien: McLaren ist zugleich Anker für Formel 1, IndyCar, F1 Academy und Langstreckenrennen – mit unterschiedlichen Communitys.
  • Produktentwicklung: Im McLaren Racing Accelerator Program sollen die Ingenieurteams gemeinsam an technischen Lösungen für künftige SharkNinja-Produkte arbeiten.

Gerade der letzte Punkt ist bemerkenswert: Die Marke verbindet die Erzählung von Präzision und Leistung mit einer tatsächlichen Entwicklungskooperation. Das bietet perspektivisch Stoff für Produktvideos, Technikgeschichten und Behind-the-Scenes-Inhalte – jenseits der üblichen Logo-Präsenz.

Fahrer-Content soll glaubwürdig bleiben

Für die Social-Media-Umsetzung sieht SharkNinja eine klare Grenze zwischen den Markenkanälen und den privaten Profilen der Rennfahrer. Laura Dyer, bei SharkNinja für globale Markenpartnerschaften zuständig, sagte Digiday, dass gemeinsame Inhalte überwiegend auf McLaren- und SharkNinja-Kanälen erscheinen sollen. Eigene Posts von Norris oder Piastri werden nicht automatisch Teil des Deals.

Damit entscheidet weniger die Anzahl vertraglich zugesicherter Posts über die Kampagne als die Qualität der Ideen. SharkNinja will bei den Inhalten unter anderem Kommentare, Shares und Verweildauer betrachten. Bei späteren produktbezogenen Aktionen sollen zusätzlich Markenbekanntheit und Absatzentwicklung in den Blick kommen.

Zum Vergleich: Auch Liquid I.V. nutzt McLaren-Fahrer für eine eigene Produktkampagne. Während die Hydration-Marke einen direkten Bezug zum Rennsport herstellen kann, muss SharkNinja das Thema Performance erst überzeugend in Haushaltsprodukte übersetzen.

Was deutsche Marken daraus lernen können

Für Marketingteams ist vor allem die Struktur interessant. Eine große Sportpartnerschaft wird wertvoller, wenn Rennwochenenden, Community-Content, Handel und Produktkommunikation aufeinander abgestimmt sind. Wer ausschließlich auf Reichweite schaut, lässt viel vom vereinbarten Rechtepaket liegen.

Kleinere Marken können das Prinzip ohne Formel-1-Budget adaptieren: mit lokalen Sportvereinen, glaubwürdigen Athleten, wiederkehrenden Formaten oder einer Partnerschaft, bei der beide Seiten tatsächlich etwas gemeinsam entwickeln. Wie langfristige Kooperationen im Fashion-Bereich funktionieren, zeigen die Deals rund um Lamine Yamal und Real Madrid. Auch die Sydney-Sweeney-Kampagnen illustrieren, wie stark eine einzelne Persönlichkeit Aufmerksamkeit bündeln kann.

SharkNinjas McLaren-Deal zeigt vor allem einen Wandel im Sponsoring: Marken kaufen zunehmend eine laufende Zusammenarbeit mit Menschen, Technik und Communitys – nicht bloß einen Platz auf dem Trikot oder Rennwagen.

Quellen: SharkNinja, offizielle Partnerschaftsankündigung (15.09.2026); McLaren Racing, Partnerankündigung; Formula 1, Halbjahresbilanz 2026; Formula 1, Fan Survey 2025; Digiday, Interview vom 30.10.2026.