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Social Rocket

ChatGPT Ads: 0,89 Dollar Umsatz je Besuch – Google Search erzielt 2,45 Dollar

Eine neue Auswertung von 1.898 Onlineshops zeigt, wie viel Umsatz bezahlte ChatGPT-Besuche im Vergleich zu Google Search bringen. Dazu: der passende CPC, bessere Conversion-Messung und Konsequenzen für deutsche Werbetreibende.

Von Social Rocket Redaktion

Dieser Text wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Quellen sind unten verlinkt.

Analyse-Dashboard zur Auswertung digitaler Werbekampagnen und Marketingkennzahlen
Foto: Stephen Dawson / Unsplash

ChatGPT gewinnt Werbekunden, doch beim messbaren Online-Umsatz liegt die junge Anzeigenplattform noch deutlich hinter Google Search. Eine neue Untersuchung von Forschern der Wirtschaftsuniversität Wien und der Frankfurt School of Finance & Management beziffert den Umsatz pro bezahltem Besuch auf 0,89 US-Dollar bei ChatGPT Ads – gegenüber 2,45 Dollar bei Google-Suchanzeigen. Für E-Commerce-Marken ist das eine konkrete Ausgangsbasis, um Testbudgets zu kalkulieren.

Woher die Zahlen kommen

Die Forscher Maximilian Kaiser und Christian Schulze analysierten über 60 Wochen bis August 2026 Daten von 1.898 Onlineshops, die zusammen rund 16 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz erzielen. Für den Vergleich bezahlter Zugriffe standen Daten von 387 werbenden Websites zur Verfügung, davon 102 mit auswertbaren Umsatzdaten.

Bei US-Besuchen lag die Conversion-Rate von ChatGPT Ads bei 0,37 Prozent, bei Google Search Ads bei 1,17 Prozent. Der Vergleich ist Teil eines im Oktober 2026 veröffentlichten, noch nicht begutachteten Working Papers und beschreibt die beobachteten US-E-Commerce-Kampagnen – keinen globalen Durchschnitt für alle Branchen. Die Originalstudie mit Datengrundlage ist öffentlich zugänglich.

Die Autoren berechneten außerdem einen auf den Google-Search-Ertrag normierten Vergleichspreis: Unter ihren Annahmen wäre ein ChatGPT-Klick bei etwa 0,26 Dollar CPC wirtschaftlich gleichwertig. Der in der Studie herangezogene Preis von 1,72 Dollar stammt dagegen aus einem einzelnen öffentlich dokumentierten Werbekonto, nicht aus einer Plattformstatistik. Für die Mediaplanung zählt deshalb der tatsächlich erzielte Umsatz pro Klick stärker als ein pauschaler CPC-Benchmark.

Die entscheidende Frage für deutsche Kampagnen: Was kostet ein zusätzlicher Kauf?

Ein Werbeformat mit vielen Testkunden ist noch kein bewährter Performance-Kanal. Für den nächsten ChatGPT-Ads-Test bietet sich ein sauber abgegrenzter Produktbereich an: Werbetreibende sollten den Warenkorbwert nach Klick, bestätigte Bestellungen, Werbekosten und gegebenenfalls neue Kunden mit einer vergleichbaren Search-Kampagne gegenüberstellen. Bei längeren B2B-Verkaufsprozessen sind qualifizierte Leads und spätere CRM-Umsätze hilfreicher als kurzfristige Shop-Conversions.

OpenAI hat am 5. Oktober 2026 seine Messwerkzeuge und Attributionspartnerschaften erweitert. Der offiziell dokumentierte Measurement Pixel und die Conversions API können Käufe sowohl aus dem Browser als auch vom Server erfassen. Entscheidend ist, beim doppelten Versand derselben Bestellung dieselbe Event-ID zu verwenden, damit sie nicht zweimal gezählt wird. Der Consent- und Datenschutzprozess muss dabei zum jeweiligen Einsatzmarkt passen.

Schon Anfang Oktober hatte Srocket über Messlücken und den Testmodus vieler ChatGPT-Ads-Budgets berichtet. Jetzt liefert die neue Shop-Studie eine zusätzliche Perspektive: nicht nur, ob ein Kauf erfasst wird, sondern wie viel Umsatz der Besuch tatsächlich erzeugt.

Mehr Werbekunden, breiterer Branchenmix

Der Markt entwickelt sich dennoch schnell. Laut den von Digiday am 5. November ausgewerteten Adthena-Daten wurden in den USA, Großbritannien, Australien und der EU im August 6.333 unterschiedliche werbende Marken beobachtet, nach 1.082 im Juni. Sensor Tower zufolge sank gleichzeitig in den USA der Anteil von Shopping am geschätzten ChatGPT-Werbebudget zwischen April und September von 38 auf 20 Prozent; Finanzdienstleistungen und Software legten zu.

Die von Adthena beobachtete Markenzahl ist eine andere Kennzahl als die von OpenAI genannte kumulierte Zahl von mehr als 100.000 Werbekunden seit dem Start. Die Hintergründe zur internationalen Expansion von ChatGPT Ads einschließlich Deutschland zeigen, welche Märkte und Kampagnenzugänge hinzugekommen sind.

Was jetzt ins Media-Dashboard gehört

ChatGPT Ads konkurriert aus Sicht der Marken um Geld, das bislang vor allem in Search, Shopping und Paid Social fließt. Ein sinnvoller Test bewertet deshalb drei Dinge gemeinsam: Kosten pro bestätigter Conversion, Umsatz beziehungsweise Wert pro Besuch und inkrementellen Beitrag. Beim Thema tatsächlicher Mehrumsatz lohnt auch der Blick auf Retail-Media-Tests mit Sales-Lift statt bloßem ROAS.

Die neue Studie spricht für kontrollierte Kampagnenexperimente statt vorschneller Budgetverschiebungen. OpenAI baut gerade die Voraussetzungen für präzisere Messung aus; Werbetreibende können nun prüfen, bei welchen konkreten Such- und Kaufanlässen die neuen Anzeigen bereits wirtschaftlich tragen.

Quellen: Kaiser/Schulze: Working Paper (Oktober 2026) · OpenAI: Anzeigenformate und Messung (5. Oktober 2026) · OpenAI Developers: Conversion-Tracking · Digiday: Auswertung der Adthena- und Sensor-Tower-Daten (5. November 2026)