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The Trade Desk und Dstillery verbinden KI-Agenten: Zielgruppen wechseln mitten in der Kampagne

Ask Koa und DS-1 sollen neue Werbezielgruppen während laufender Kampagnen modellieren und aktivieren. Das ist der nächste Schritt nach Dstillerys Pilot vom März.

Von Social Rocket Redaktion

Dieser Text wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Quellen sind unten verlinkt.

Offizielle Bildschirmansicht der Dstillery-KI DS-1 für Zielgruppenerstellung und Aktivierung
Dstillery

The Trade Desk verbindet seinen KI-Assistenten Ask Koa mit DS-1 von Dstillery. Damit können Werbetreibende Zielgruppen nicht nur vor dem Kampagnenstart erstellen, sondern auf Basis laufender Ergebnisse neu modellieren und direkt für die Ausspielung bereitstellen. Über die Integration berichtete Adweek am 4. November 2026. Für Media-Teams ist das vor allem eine Veränderung des Arbeitstempos: Aus dem mehrtägigen Abstimmungsprozess wird potenziell eine Aufgabe innerhalb weniger Minuten.

Was im laufenden Mediaeinkauf anders wird

Ein typischer Ablauf: Eine Videokampagne erreicht zwar die gewünschte Reichweite, doch bestimmte Zielgruppen reagieren deutlich stärker. Bislang mussten Planer neue Segmente beim Datenanbieter anfragen, erstellen und anschließend in der Demand-Side-Plattform aktivieren. Jetzt können die Agenten auf beiden Seiten Kampagnenkontext und Zielgruppenziele austauschen. Ask Koa liefert den Bezug zur Kampagne in The Trade Desk; DS-1 übernimmt die Suche beziehungsweise Modellierung geeigneter Audiences.

Dstillery-Produktchef Taejin „TJ“ In bezifferte den früheren manuellen Prozess gegenüber Adweek auf typischerweise vier Tage. Die neue Verbindung soll passende Segmente in Minuten liefern. Für Agenturen entstehen damit mehr Gelegenheiten, neue Hypothesen innerhalb derselben Kampagnenlaufzeit zu testen – statt erst den nächsten Flight abzuwarten.

Der entscheidende Unterschied zum Pilotprojekt im März

Der Vorläufer ist bereits dokumentiert: Am 3. März 2026 stellten Dstillery, die CTV-Agentur Keynes und The Trade Desk die DS-1-Aktivierung vor. Damals nutzte Keynes einen Agenten im eigenen Slack-Workflow, um Segmente zu entwickeln und an die Werbeplattform zu übergeben. Laut gemeinsamer Unternehmensmitteilung schrumpfte ein Ablauf von rund 48 Stunden auf fünf Minuten.

Der jetzt beschriebene Schritt geht weiter: Die beiden Agentensysteme werden miteinander verbunden, sodass Erkenntnisse aus einer bereits laufenden Kampagne in die nächste Zielgruppenversion einfließen können. Auf seiner DS-1-Produktseite beschreibt Dstillery dafür Zielgruppensuche anhand von Keywords, Websites, Kaufabsicht und vorhandenen Daten, außerdem das Weiterreichen von Segmenten an Einkaufsplattformen.

Warum das für deutsche Mediaplaner relevant ist

Der Nutzen liegt nicht allein im schnelleren Erstellen von Segmenten. Das Modell könnte klassische Abläufe zwischen Planung, Data-Team und operativem Kampagnenmanagement verkürzen. Wer häufig Creatives, Zielgruppen und Budgets gegeneinander testet, kann die Audience-Strategie enger an tatsächliche Kampagnensignale koppeln.

Gleichzeitig wird die Qualität der Daten und Ziele wichtiger: Ein Agent kann eine Zielgruppe schnell erzeugen, aber nur mit sauber definierten Conversion-Zielen, geeigneten Ausgangssignalen und einer sinnvollen Teststruktur beurteilt das Team, ob sie sich lohnt. Zum technischen Hintergrund passt unser Bericht über Kokai Zuma und die neuen KI- und Messfunktionen von The Trade Desk. Wie sich damit auch Verantwortlichkeiten verschieben, zeigt die Rückkehr von Dave Pickles in einen neuen CTO Council.

Agenten brauchen auch Freigaben und Messstandards

The Trade Desk beschreibt seinen MCP-Zugang zu Ask Koa im Open Agentic Kit. Diese Infrastruktur befindet sich laut Dokumentation in einer geschlossenen Beta für ausgewählte Partner. Für Konfigurationsänderungen sieht die Plattform Prüf- und Bestätigungsschritte vor.

Das passt zu einer breiteren Entwicklung im Werbemarkt: Der IAB-Tech-Lab-Fahrplan für Agentic Advertising verfolgt gemeinsame Schnittstellen und nachvollziehbare Abläufe zwischen Anbietern. Unser Hintergrund zur OpenProposal- und AAMP-Standardisierung erklärt, weshalb dieser Austausch mehr ist als ein weiterer Chatbot im Ads-Dashboard.

Die praktische Verschiebung: Eine Zielgruppe wird zunehmend zur dynamischen Kampagnenentscheidung. Ob daraus bessere Werbewirkung entsteht, müssen Marken weiterhin anhand geeigneter Tests und Ergebnisse messen.

Quellen: Adweek, 4. November 2026; Dstillery/Keynes/The Trade Desk, 3. März 2026; Dstillery DS-1; The Trade Desk Open Agentic Kit.