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Social Rocket

Jersey Mike’s verschiebt mehr als 20 Prozent seines Marketingbudgets ins Digitale

Jersey Mike’s hat den Anteil digitaler Marketingausgaben von unter 1 auf über 20 Prozent erhöht. Die neue NFL-Kampagne verbindet Social, Influencer, Online-Video und First-Party-Daten.

Von Social Rocket Redaktion

Dieser Text wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Quellen sind unten verlinkt.

American Football auf dem Spielfeld als Symbol für eine NFL-Marketingkampagne
Foto: Dave Adamson / Unsplash

Jersey Mike’s verlagert sein Marketing deutlich ins Digitale. Nach Angaben von CEO Charlie Morrison stieg der Anteil digitaler Marketingausgaben im ersten Halbjahr 2026 von zuvor unter 1 Prozent auf mehr als 20 Prozent des gesamten Marketingbudgets. Parallel startet die Sandwich-Kette mit „Game Day Mike’s Way“ ihre nach eigenen Angaben bislang am stärksten integrierte Kampagne rund um die NFL.

Die Kampagne läuft über TV, Online-Video, Social, Display und Influencer-Kooperationen und setzt erneut auf Danny DeVito und Ex-NFL-Star Eli Manning. Marketing Dive berichtet über den neuen Media-Mix und die starke Verschiebung des Budgets Richtung Digital.

Digital wird vom Nebenkanal zum Wachstumsmotor

Die Veränderung ist bemerkenswert, weil Jersey Mike’s nach Aussage von Morrison bis 2026 kaum digitales Marketing mit direkter Handlungsaufforderung eingesetzt hatte. Social Media und andere digitale Kanäle sollen nun stärker dazu beitragen, jüngere Zielgruppen zu erreichen und messbar Nachfrage zu erzeugen.

Der Strategiewechsel fällt mit soliden Geschäftszahlen zusammen. Jersey Mike’s meldete für das zweite Quartal 2026 einen Umsatz von 208 Millionen US-Dollar, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil digitaler Verkäufe stieg zugleich von 41 auf 43 Prozent. Diese Zahlen stammen aus dem offiziellen Q2-Bericht des Unternehmens.

Auch die SEC-Unterlagen zeigen, dass der Konzern tatsächlich mehr Geld in digitales Marketing steckt. Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die Werbeausgaben laut 10-Q um 24 Prozent auf 115 Millionen US-Dollar. Jersey Mike’s führt den Anstieg ausdrücklich auf digitale Ausgaben im Rahmen einer Strategie für höher rentierende Marketingmaßnahmen zurück.

NFL-Kampagne verbindet Reichweite und digitale Aktivierung

„Game Day Mike’s Way“ ist die zweite Kampagnenrunde aus der Partnerschaft von Jersey Mike’s mit der NFL. Im Zentrum steht der Film „Stacked and Jacked: The Danny DeVito Story“, in dem DeVito durch das Heben schwerer Subs zum absurd starken Quarterback wird und Manning auf die Seitenlinie verdrängt.

Der kreative Gag ist dabei nur ein Teil des Systems. Jersey Mike’s verteilt die Geschichte über mehrere Kanäle, ergänzt sie um Influencer-Aktivierungen und limitierte Produkte und verbindet klassische Reichweite mit digitalen Kontaktpunkten. Genau diese Kombination macht die Kampagne für Social-Media-Marketer interessanter als einen normalen Celebrity-Spot.

Ein ähnliches Muster ist auch bei anderen Marken zu sehen: Lowe’s koppelt seine NFL-Kommunikation gezielt an Creator und Loyalty und setzt NFL-Stars als Macro-Influencer für Gen Z ein. Dr. Squatch wiederum verbindet Creator, Social Challenges und Handel in einer Million-Dollar-Kampagne mit IShowSpeed.

First-Party-Daten werden zum zweiten Hebel

Der größere strategische Punkt liegt allerdings hinter der Kampagne. Jersey Mike’s will seine digitalen Systeme ausbauen, um mehr eigene Kundendaten zu nutzen. Laut Morrison kommt fast ein Fünftel des Umsatzes über Lieferung, aber nur ein kleiner Teil davon über die eigene Delivery-Infrastruktur. Wer über Drittplattformen verkauft, verliert einen Teil der direkten Kundenbeziehung und damit wertvolle First-Party-Signale.

Genau hier treffen Marketing, Loyalty und Commerce aufeinander. Je mehr Bestellungen über eigene Apps, Konten und Loyalty-Programme laufen, desto besser kann Jersey Mike’s Zielgruppen verstehen, Wiederkäufe fördern und Kampagnen messen.

Für Marketer ist das eine bekannte Entwicklung aus dem Retail-Media-Umfeld: Händler versuchen, eigene Transaktionsdaten stärker mit Paid Media zu verbinden. Kroger verknüpft seine Retail-Daten inzwischen mit TikTok, YouTube und CTV. Auch bei Jersey Mike’s geht es langfristig nicht nur darum, mehr digitale Anzeigen zu kaufen, sondern die Datengrundlage hinter diesen Anzeigen zu verbessern.

Was die Budgetverschiebung zeigt

Der Sprung von weniger als einem auf mehr als 20 Prozent Digitalanteil ist kein allgemeingültiger Benchmark für andere Marken. Er zeigt aber, wie schnell sich ein traditionell stark auf klassische Markenwerbung ausgerichtetes Unternehmen verändern kann, wenn Social, Performance, Loyalty und digitale Verkäufe stärker zusammengedacht werden.

Interessant ist vor allem die Kombination aus Markenplattform und messbarer Infrastruktur. Jersey Mike’s ersetzt klassische Werbung nicht. Die Marke ergänzt sie um Social, Influencer und digitale Call-to-Action-Kanäle und versucht gleichzeitig, mehr der daraus entstehenden Kundenbeziehungen selbst zu besitzen. Dass Applebee’s einen viralen Social-Hit inzwischen ebenfalls zu einer breiteren Marketingplattform ausbaut, zeigt, wie wichtig dieser Übergang von einzelnen Kampagnen zu dauerhaften digitalen Systemen geworden ist.