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Social Rocket

Creator werden Unternehmerinnen: Drei NFL-Markenmodelle von Off Season bis Kylie Kelce

Kristin Juszczyk verkauft lizenzierte NFL-Mode, Olivia Culpo Babyprodukte und Kylie Kelce ein Podcast-Format. Was dahinter für Creator-Commerce und Marketing steckt.

Von Social Rocket Redaktion

Dieser Text wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Quellen sind unten verlinkt.

Olivia Culpo mit Produkten ihrer Babymarke Picolette
Target / Picolette

Aus Social-Reichweite entstehen zunehmend eigenständige Unternehmen. Im US-Football liefern drei bekannte Namen dafür drei unterschiedliche Geschäftsmodelle: Kristin Juszczyk verkauft offiziell lizenzierte NFL-Mode, Olivia Culpo entwickelt Babyprodukte für Target und Kylie Kelce betreibt mit „Not Gonna Lie“ eine eigene Podcast- und Videomarke. Die Entwicklung zeigt, warum Creator-Erfolg längst nicht mehr nur an Sponsoring-Posts hängt.

Kristin Juszczyk: Viralität wird zu lizenzierter Ware

Kristin Juszczyk wurde mit selbst gestalteter NFL-Fankleidung bekannt; ihre Entwürfe landeten auch bei Taylor Swift und Simone Biles. Der entscheidende Schritt folgte am 7. Januar 2025: Mit Unternehmerin Emma Grede, der NFL und Fanatics startete sie Off Season als offiziell lizenziertes Modelabel.

Die erste Kollektion umfasste hochwertige Jacken, Westen und Mäntel für fünf NFL-Teams. Die Einstiegspreise lagen bei 295 US-Dollar für Westen, 375 Dollar für Jacken und 495 Dollar für lange Mäntel. Die NFL-Spielergewerkschaft erlaubte dabei die Nutzung von Spielernamen und Rückennummern.

Hinter diesem Modell steckt mehr als ein Influencer-Drop: Aus wiedererkennbaren Entwürfen, sichtbarer Nachfrage auf Social Media und einer etablierten E-Commerce- und Lizenzinfrastruktur entsteht ein Geschäft mit eigenständiger Produktentwicklung. Die offizielle Fanatics-Mitteilung dokumentiert den Aufbau.

Olivia Culpo: Eine persönliche Geschichte wird zum Handelsregal

Olivia Culpo nahm einen anderen Weg. Am 26. Juli 2026 startete die gemeinsam mit Target entwickelte Babykollektion Picolette. Der US-Händler bezeichnet sie als seine größte spezielle Baby-Kooperation; der erste Launch umfasste 60 Artikel von Kleidung über Accessoires bis zu Geschenken.

Die Markenidee knüpft an Culpos eigenes Familienleben an. Das erklärt die Bildwelt und Produktgestaltung – doch erst die Präsenz im Einzelhandel macht daraus ein skalierbares Angebot. Statt auf einen eigenen Onlineshop allein zu setzen, nutzt Picolette den Vertrieb und die Alltagskäufe eines großen Retailers.

Im Target-Newsroom beschreibt Culpo, wie sie Design, praktische Details und einen erschwinglicheren Zugang verbinden wollte. Für den Handel ist das ein interessantes Prinzip: Persönliche Glaubwürdigkeit verleiht einem Sortiment Charakter, Distribution macht es dauerhaft sichtbar.

Kylie Kelce: Medienrechte statt Produktkollektion

Kylie Kelce steht für eine dritte Variante. Ihr wöchentlicher Podcast „Not Gonna Lie“ startete Ende 2024 bei Wave und behandelt unter anderem Elternschaft, Sport und Internetkultur. Die Show wird als Audio, Video und über Social Clips verbreitet. Wave vermarktet solche Formate gegenüber Sponsoren.

Laut einer Recherche von Marketing Brew vom Juli 2025 erzielte das Format zeitweise durchschnittlich über 26 Millionen Social Views pro Woche; die Zahl stammt von Wave. Das Unternehmen nennt außerdem Werbepartner und die Einbindung von Markenaktionen in Episoden und Kurzvideos. Der laufende Podcast ist auf Apple Podcasts dokumentiert.

Kelce verkauft damit primär Aufmerksamkeit und ein wiederkehrendes Medienformat, nicht eine Konsumgütermarke. Das ist wirtschaftlich näher an einem kleinen Publisher als an klassischem Influencer-Marketing. Ein ähnliches Prinzip zeigt der SiriusXM-Deal mit Giggly Squad: Audio, Social Clips und Live-Auftritte werden zu einer gemeinsamen Vermarktungsfläche.

Was deutsche Marken von diesen drei Modellen lernen

Die Gemeinsamkeit besteht nicht in der Verbindung zu bekannten Sportlern. Entscheidend ist, dass jeder der drei Fälle einen eigenen Nutzen für die Zielgruppe schafft: besondere Fanmode, praktische Familienprodukte oder ein regelmäßig konsumiertes Medienformat.

Für Marketingverantwortliche führt das zu einer klaren Unterscheidung. Braucht eine Kooperation kurzfristige Reichweite, ist klassisches Influencer-Sponsoring naheliegend. Soll ein Produktgeschäft entstehen, zählen Produktqualität, Lizenzrechte, Handel und wiederkehrende Nachfrage. Geht es um regelmäßige Markenpräsenz, kann eine langfristige Creator-Show attraktiver sein als einzelne Posts.

Das passt zum größeren Trend, den Srocket bereits beim Creator-Investmentmodell von Slow Ventures, bei Morning Brews Kauf von Express Checkout und beim Social-Commerce-Geschäft mit K-Beauty untersucht hat.

Die eigentliche Verschiebung lautet: Creator sind nicht bloß die Werbefläche, sondern zunehmend Eigentümerinnen und Partner eines Produkts oder einer Medienmarke. Marken müssen entscheiden, ob sie diese Unternehmen beliefern, vertreiben, lizenzieren oder mit ihnen gemeinsam entwickeln wollen.

Quellen: Fanatics/NFL zur Gründung von Off Season, 7. Januar 2025, Target zur Picolette-Kollektion, 20. Juli 2026, Marketing Brew über Wave und Podcast-Vermarktung, Adweek zum Creator-Unternehmertum im NFL-Umfeld.