Snapchat startet mit „Spend Smarter“ seine erste B2B-Creator-Kampagne. Marketing- und Werbe-Creator sollen reale Kundenfälle erklären und damit Media-Entscheider auf Snapchat als Performance-Kanal aufmerksam machen.
Creator sollen Werbeentscheider erreichen
Die Kampagne startet zunächst in den USA und Großbritannien und läuft unter anderem über Instagram, TikTok und Substack. Snapchat nutzt dafür Stimmen aus Marketing, Werbung und Business und will zeigen, dass die Plattform auch für Zielgruppen relevant ist, die klassisch nicht mit Snapchat als B2B-Kanal verbunden werden.
Social Media Today beschreibt „Spend Smarter“ als Erweiterung des Performance-Pitches, den Snap zuletzt auf seinem Performance Summit aufgebaut hat. Der Kern: Snapchat will nicht nur als Awareness- oder Jugendplattform wahrgenommen werden, sondern stärker in die Media-Planung und Budgetverteilung hinein.
Snap stellt Performance stärker in den Vordergrund
Die offizielle Snapchat-for-Business-Seite führt „Spend Smarter“ inzwischen als zentrale Werbebotschaft. Snap verweist dort auf ROAS-, CPA- und Attributionswerte aus externen Messpartnern sowie eigenen Daten. Solche Werte hängen stark von Kampagne, Markt und Messfenster ab und sind deshalb nicht als allgemeine Garantie zu verstehen.
Die Creator-Kampagne ergänzt mehrere Produkt- und Measurement-Schritte: Im September hat Snapchat das Commerce Power Pack mit Dynamic Product Ads in Sponsored Snaps vorgestellt. Parallel wurde die Unified Attribution weltweit für App-Werber ausgerollt. Creator und generative KI spielen zudem eine größere Rolle in Snapchats Werbewachstumsstrategie.
Was deutsche Marketer daraus mitnehmen können
Die Kampagne selbst läuft zunächst nicht in Deutschland. Interessant ist trotzdem die Richtung: Snapchat versucht, sich bei Agenturen und Werbeentscheidern als messbarer Performance-Kanal mit eigener Discovery-Wirkung zu positionieren. Für deutsche Teams ist das vor allem ein Signal, Snapchat nicht pauschal als reinen Jugend- oder Awareness-Kanal aus dem Media-Mix auszuschließen, sondern Zielgruppe, Incrementality und Attribution konkret zu testen.
