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Social Rocket

Google Merchant Center zeigt KI-Sichtbarkeit: Neue Commerce-Tools für Händler

Google erweitert Merchant Center um AI Performance Insights, testet Business Agent in YouTube Ads und baut UCP-Checkout aus. Für deutsche Händler sind die wichtigsten Funktionen noch nicht überall verfügbar.

Von Social Rocket Redaktion

Dieser Text wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Quellen sind unten verlinkt.

Online-Shopping am Laptop mit Kreditkarte als Symbol für Googles neue Commerce- und Merchant-Center-Funktionen
Foto: rupixen / Unsplash

Google baut seine Shopping- und Commerce-Infrastruktur weiter auf KI-Suche aus. Neu sind AI Performance Insights im Merchant Center, ein Business Agent in YouTube Ads und zusätzliche Funktionen für den Universal Commerce Protocol (UCP)-Checkout. Die wichtigsten Neuerungen wurden am 16. September 2026 im Rahmen von Googles Rethink-Update vorgestellt.

Für Händler ist vor allem die neue Sichtbarkeit interessant: Merchant Center soll zeigen, wie Marken und Produkte in AI Mode und AI Overviews entdeckt werden. Allerdings ist die Funktion zum Start noch nicht in Deutschland verfügbar.

AI Performance Insights messen Sichtbarkeit in AI Mode

Google macht die AI Performance Insights im Merchant Center für Unternehmen in Australien, Kanada, Indien, Neuseeland und den USA allgemein verfügbar.

Das Tool zeigt laut Google unter anderem, wie stark eine Marke oder ihre Produkte im Vergleich zu Wettbewerbern auf KI-Flächen erscheinen. Genannt werden ausdrücklich AI Mode und AI Overviews.

Damit versucht Google, eine Lücke zu schließen, die für viele Marketer bislang schwer messbar ist: Produkte können in generativen Sucherlebnissen auftauchen, ohne dass klassische Search-Reports erklären, wie oft und in welchem Wettbewerbsumfeld das geschieht.

Für deutsche Händler bleibt die Funktion vorerst eine Vorschau auf das, was wahrscheinlich relevanter wird, sobald Google die Abdeckung ausweitet. Einen Deutschland-Start nennt Google aktuell nicht.

Business Agent zieht in YouTube Ads ein

Google bringt seinen Business Agent außerdem in eine Beta für YouTube Ads in den USA.

Der Agent wird direkt in Anzeigen eingebettet. Nutzer sollen dadurch komplexe Produktfragen stellen und individuelle Antworten erhalten können, ohne den YouTube-Kontext zu verlassen.

Das verändert die Rolle der Anzeige: Sie ist nicht mehr nur ein Klickpfad zum Shop, sondern kann selbst zu einer interaktiven Beratungsfläche werden.

Der Ansatz passt zu einer breiteren Entwicklung, bei der Social, Video, Search und KI im Kaufprozess zusammenrücken. Srocket hat diesen Trend zuletzt bei Shopping zwischen Social Search und KI und bei der neuen IAB-Studie zu Creator-Stimmen in KI-Shopping-Empfehlungen eingeordnet.

UCP-Checkout bekommt mehr Funktionen

Parallel erweitert Google den Universal Commerce Protocol (UCP)-Hub im Merchant Center.

UCP soll es Händlern ermöglichen, Käufe direkt über Google-Flächen abzuwickeln. Neu hinzu kommen laut Google unter anderem:

  • Warenkorb-Übergabe an den Händler-Shop,
  • erweiterte Checkout-Tests,
  • weitere Analytics-Funktionen in Vorbereitung.

Die neuen Funktionen werden schrittweise in den USA ausgerollt. Australien und Kanada sollen Anfang 2027 folgen.

Google nennt Tapestry, den Konzern hinter Coach und Kate Spade, als Beispiel für einen Händler, der UCP-basierten Checkout in Search, AI Mode und der Gemini-App nutzt.

Produktfeeds werden für KI-Suche wichtiger

Der klassische Merchant-Center-Feed bleibt dabei zentral. Google empfiehlt Händlern weiterhin saubere Produktdaten, ergänzt diese aber zunehmend um Informationen, die für konversationelle Systeme nützlich sind.

Dazu gehören etwa:

  • Video-Link-Attribute,
  • zusätzliche konversationelle Produktattribute,
  • Loyalty- und Mitgliedschaftsdaten.

In einem Test mit lululemon wurden laut Google eingereichte konversationelle Attribute in 50 % der relevanten Produktempfehlungen in AI Mode verwendet. Das ist ein Unternehmens-Test und keine unabhängige Marktstudie, zeigt aber deutlich, welche Richtung Google verfolgt: strukturierte Produktinformationen sollen nicht nur Shopping Ads speisen, sondern auch generative Produktempfehlungen.

Google berichtet außerdem, dass Händler, die zentrale Merchant-Center-Feed-Empfehlungen umsetzen, im Folgemonat im Durchschnitt 5 % mehr Conversions sehen. Auch diese Zahl stammt aus Googles eigenen Daten und sollte entsprechend eingeordnet werden.

Was das für deutsche Händler bedeutet

Die wichtigste Neuerung ist weniger ein einzelnes Feature als die Architektur dahinter. Google verbindet zunehmend:

  • Produktdaten,
  • KI-Sichtbarkeit,
  • Beratung,
  • Anzeigen,
  • Checkout.

Damit wird der Merchant Center Feed zu einer noch wichtigeren Datenquelle für Discovery und Conversion. Wer Produktinformationen nur für klassische Shopping Ads pflegt, denkt möglicherweise zu kurz.

Für deutsche Marketer heißt das aktuell vor allem: Feed-Qualität, strukturierte Produktinformationen und klare Produktvorteile sollten bereits jetzt so gepflegt werden, dass sie auch in konversationellen Oberflächen funktionieren können. Die neuen AI Performance Insights selbst sind hierzulande noch nicht verfügbar.

Auch andere Plattformen verschieben Commerce-Flächen näher an Discovery und Empfehlung. Pinterest öffnet etwa mit Visual Search Ads seine visuelle Suche stärker für Werbung, während Walmart sein Retail-Media-Angebot mit Walmart Connect breiter über CTV, Social und Offsite ausbaut.

Quellen