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Social Rocket

Prime Big Deal Days treiben Amazon-Werbung – Budgets wandern in DSP und CTV

Media-Buyer melden vor Amazons Prime Big Deal Days höhere Werbebudgets. Das Wachstum verschiebt sich stärker in Amazon DSP, Prime Video, CTV und Online-Video.

Von Social Rocket Redaktion

Dieser Text wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Quellen sind unten verlinkt.

Amazon Prime Big Deal Days 2026 am 6. und 7. Oktober
Amazon

Die Prime Big Deal Days am 6. und 7. Oktober 2026 treiben laut mehreren Media-Buyern zusätzliche Werbebudgets zu Amazon. Auffällig ist dabei weniger die klassische Sponsored-Products-Schlacht rund um Rabatte als der wachsende Anteil von Amazon DSP, Prime Video, CTV und Online-Video.

Digiday sprach mit fünf Media-Buyern. Ihre Angaben liegen je nach Kundenmix bei ungefähr 15 bis 40 Prozent mehr Amazon-Ad-Spend als im Vorjahr. Diese Spanne ist kein Marktmittelwert, sondern eine Momentaufnahme aus den betreuten Accounts der befragten Agenturen.

Mehr Budget wandert nach oben im Funnel

Power Digital sieht laut Digiday bei seinen Kunden eher 15 bis 20 Prozent Wachstum. Wpromote nennt rund 30 Prozent bei Marken, die auf Amazon verkaufen, und etwa 40 Prozent bei nicht-endemischen Werbekunden.

Entscheidender ist die Verschiebung innerhalb des Budgets. Agenturen berichten, dass zusätzliche Mittel stärker in Amazon DSP, Connected TV und Online-Video fließen. Sponsored Products bleiben wichtig, verlieren aber bei einigen Werbetreibenden relativ an Gewicht.

Das verändert die Rolle von Amazon Ads. Die Plattform wird für mehr Marken vom Shop-nahen Performance-Kanal zu einer Media-Infrastruktur, die auch Reichweite und Markenaufbau abdecken soll.

Prime Video öffnet Amazon für Marken ohne Amazon-Shop

Für nicht-endemische Werbekunden ist Prime Video ein besonders wichtiger Einstieg. Diese Marken verkaufen ihre Produkte nicht zwingend direkt auf Amazon, können aber Amazons Zielgruppen- und Shopping-Signale für Kampagnen nutzen.

Tinuiti erwartet laut Digiday bei seinen betreuten Kunden rund 15 Prozent mehr Amazon-Spend gegenüber dem Vorjahr. Das über Amazon DSP verwaltete Budget liege 25 bis 30 Prozent über 2025. Als Wachstumstreiber nennt die Agentur Prime Video, Streaming-Inventar aus DSP-Partnerschaften und Live-Sport.

Amazon selbst meldete für das zweite Quartal 2026 19,809 Milliarden US-Dollar Umsatz mit Advertising Services, ein Plus von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen hebt dabei Prime Video Ads, Live Sports und seine KI-gestützten Kampagnenwerkzeuge als Wachstumstreiber hervor.

Prime Big Deal Days liefern den Anlass, nicht die ganze Erklärung

Amazon veranstaltet die Prime Big Deal Days 2026 für Mitglieder in 22 Ländern, darunter Deutschland. Der Shopping-Event schafft einen klaren Anlass für höhere Budgets, erklärt den strukturellen Trend aber nur teilweise.

Die größere Veränderung liegt in der Kombination aus Commerce-Daten, Streaming-Reichweite und Messung. Wenn ein Werbetreibender einen CTV-Kontakt später mit Shopping- oder Conversion-Signalen verbinden kann, lässt sich Upper-Funnel-Inventar intern leichter rechtfertigen.

Genau dort verschärft sich der Wettbewerb mit klassischen TV-Anbietern, anderen Retail-Media-Netzwerken und großen Plattformen. Walmart Connect baut seine Werbeplattform ebenfalls in Richtung CTV und Offsite aus. Gleichzeitig bleibt die Messung von Brand-Wirkung im Retail Media eine zentrale Baustelle.

Amazon arbeitet daran bereits auf Produktebene. Das Unternehmen will mit Long-Term Sales Werbewirkung bis zu zwölf Monate nach einem Kontakt modellieren. Unser Überblick zu Full-Funnel-Retail-Media zeigt, warum reine Verkaufsdaten für größere Markenbudgets nicht mehr ausreichen.

Was das für Werbeplanung bedeutet

Für Marketer ist die aktuelle Prime-Woche deshalb weniger als isolierter Performance-Peak interessant. Sie zeigt, wie Amazon seine Commerce-Ereignisse nutzt, um mehr Budget in Video, Streaming und programmatische Reichweite zu ziehen.

Die von Digiday genannten Wachstumsraten sollten nicht als allgemeiner Benchmark behandelt werden. Dafür ist die Stichprobe zu klein und zu agenturspezifisch. Dass Amazon Ads insgesamt wächst, ist dagegen durch die Quartalszahlen belegt.

Die relevante Frage für deutsche Werbetreibende ist daher nicht, ob jedes Konto im Prime-Umfeld 15, 30 oder 40 Prozent mehr investieren sollte. Entscheidend ist, ob Amazon außerhalb der eigenen Shop-Suche zusätzliche Reichweite liefert, die sich gegenüber anderen Video- und CTV-Kanälen inkrementell messen lässt.

Quellen