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Instacart: Supermärkte ohne Online-Aufschlag wachsen 10 Prozentpunkte schneller

Instacart meldet 10 Prozentpunkte höheres Wachstum bei Händlern ohne Online-Preisaufschläge. Neue Q3-Zahlen zeigen zugleich, wie stark sein Werbegeschäft wächst – kurz vor der DoorDash-Übernahme.

Von Social Rocket Redaktion

Dieser Text wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Quellen sind unten verlinkt.

Grüne Instacart-Einkaufstasche mit Lebensmitteln auf dem Tisch im Garten
Instacart / No Markups Kampagne

Instacart macht gleiche Preise im Laden und in der Liefer-App zum Wachstumsargument. Händler, die auf Online-Aufschläge verzichten, wachsen auf der Plattform laut Unternehmensdaten im Durchschnitt zehn Prozentpunkte schneller als Anbieter mit höheren App-Preisen. Die US-Plattform drängt Supermärkte deshalb zu mehr Preisparität, gemeinsamen Treueprogrammen und günstigeren Lieferoptionen.

Für Händler und Werbekunden ist das eine wichtige Verschiebung: Nicht mehr allein Reichweite und schnelle Lieferung bestimmen den digitalen Einkauf, sondern zunehmend der wahrgenommene Gegenwert des gesamten Warenkorbs.

Warum ein Preisaufschlag den Marketing-Funnel belastet

Instacart-CEO Chris Rogers erklärte auf der Groceryshop-Konferenz im September, dass höhere Online-Regalpreise eine der größten Hürden für regelmäßige Lebensmitteleinkäufe per App seien. Im Bericht von Digiday vom 25. September nennt er fehlende Online-Aufschläge, Treuevorteile und flexible Zustellung als zentralen Wachstumsmotor.

Instacart bestätigt den Vergleich in einer eigenen Mitteilung vom 24. September. Die zehn Prozentpunkte stammen aus internen Händler- und Kundendaten des zweiten Quartals 2026 und beschreiben den Wachstumsunterschied zwischen Händlergruppen, nicht den isolierten Effekt einer einzelnen Preissenkung.

Auf der Plattform sind solche Händler mit einem gelben Hinweis und einem eigenen „No Markups“-Bereich sichtbar. Nach Unternehmensangaben hatten im September über 90 Prozent der aktiven US-Kunden Zugang zu mindestens einem Händler ohne Aufschlag in ihrer Region.

Preisparität trifft Loyalty und Retail Media

Damit rückt ein oft unterschätzter Teil des Werbefunnels in den Vordergrund: Was passiert nach dem Klick? Eine noch so gut optimierte Anzeige verliert an Wirkung, wenn der digitale Warenkorb spürbar teurer ausfällt als der Einkauf im Geschäft.

Instacart kombiniert daher digitale Prospekte, integrierte Händler-Bonusprogramme, Abholung und langsamere, günstigere Lieferoptionen. Parallel baut das Unternehmen sein Werbesystem für Supermärkte aus: Seit Mai können Handelspartner laut offizieller Mitteilung eigene Kampagnen im Ads Manager verwalten, inklusive Promotions und Werbung außerhalb der App.

Für Marken liegt die Chance in der Verbindung von Preis, Verfügbarkeit, Angebotskommunikation und messbaren Käufen. Eine Werbeaktion ist hier nicht vom eigentlichen Einkaufsprozess getrennt.

Die neuen Quartalszahlen zeigen die Größe des Geschäfts

Am 29. Oktober 2026 meldete Instacart für das dritte Quartal 10,53 Milliarden Dollar Transaktionsvolumen, 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz stieg um 17 Prozent auf 1,095 Milliarden Dollar. Besonders dynamisch: Die Erlöse aus Werbung und sonstigen Diensten wuchsen um 23 Prozent auf 331 Millionen Dollar. Das geht aus den Q3-Zahlen des Unternehmens hervor.

Am selben Tag gab Instacart die vereinbarte Übernahme durch DoorDash im Wert von rund 17 Milliarden Dollar bekannt. Wie die bereits veröffentlichte Srocket-Analyse zur DoorDash-Instacart-Übernahme erklärt, könnten damit Zustellung, Handelstechnologie und Retail Media enger zusammenrücken.

Was deutsche Handels- und Social-Teams daraus lernen

Für Marketer lohnt sich der Blick auf den Warenkorb nach dem Werbekontakt: Sind Preise und Rabatte kanalübergreifend verständlich? Funktioniert die Loyalty-Anbindung? Ist beworbene Ware tatsächlich verfügbar? Erst dann lassen sich Social Ads, Retail Media und Kaufabschluss sinnvoll gemeinsam optimieren.

Die Debatte hat auch eine regulatorische Seite: Die US-FTC prüft aktuell den Umgang mehrerer Konzerne mit personalisierten Preisen. Den Hintergrund und die europäischen Regeln fasst Srocket im Beitrag über die FTC-Untersuchung zu algorithmischen Preisen zusammen. Wie sich Einzelhandelsdaten zusätzlich für Anzeigen nutzen lassen, zeigen die Artikel zu Retail Media und Markenwirkung und Regaldaten bei DoorDash und Instacart.

Die Botschaft aus Instacarts Zahlen ist für den gesamten Online-Handel relevant: Ein günstigerer, transparenter Warenkorb kann mehr zur Kundenbindung beitragen als der nächste zusätzliche Werbekontakt.